(Antrag, Antworten)
Das Gemeinschaftsgartenprojekt Karlsruhe Ost bewirtschaftet ein 200 qm großes Gemüse- und Kräuterbeet ohne Kunstdünger und Pestizide. Ziel ist dort gemeinsam zu gärtnern, den Boden zu fühlen und das Boden- und Tierleben zu beobachten. Ziel ist Workshops zu Themen der aufbauenden Landwirtschaft durchzuführen und Gemüse und Kräuter anzubauen, die in der Küche des gemeinnützigen Vereins, wie auch der Teilnehmenden verwendet werden können. Der Garten trägt dazu bei, die Städter*innen auf praktische Weise über gemeinsame Ressourcenschonung und regenerative Produktion von Nahrungsmitteln zu informieren. Die Fläche gehört Roland Block und Friedrich Höfling GbR, Bioland Gemüsebetrieb. Die Nutzung ist zugesagt bis Ende 2023. Wir bezahlen keine Pacht und Roland und Fritz geben uns Tipps und füllen die Wassertanks. Es sind 3 Bahnen à 1,25m. Wir möchten, dass die Gemeinschaft über allem steht. Jeder ist für das Gießen der gesamten Fläche zuständig und gibt der gesamten Gruppe Rückmeldung, ob etwas zu bearbeiten oder zu ernten ist. Als Kommunikationstool wird Telegram verwendet. Alle, die mitmachen können Ideen einbringen. Wir üben uns in soziokratischen Mitmach-Modellen und sind offen für alle, dem Projekt nicht schädlichen Ideen. Das gemeinschaftliche Ackern ist kostenlos.
Die Beteiligung bei der Ackerarbeit war zu Beginn sehr rege, flachte aber gegen Ende der Saison merklich ab. Online-Vorlesungen bei den StudentInnen war der Hauptgrund, Corona-Infektionen und Quarantäne spielten auch eine wichtige Rolle.
2022 möchten wir einen festen Acker-Tag für alle planen. Auf unserer Homepage kulturkueche-karlsruhe.de sind die Termine im Veranstaltungskalender bereits eingetragen, ebenso werden sie auf facebook und Instagram erscheinen.
Geackert werden kann ansonsten jederzeit. Wir haben einen Arbeitsplan, der von allen „abgesegnet“ wurde. Angebaut werden die Sorten, von denen wir letztes Jahr Samen gesammelt haben. Hinzu kommt Saatgut von Initial, das wir geschenkt bekommen haben und Saatgut, das bei Verkostungs-Aktionen von Slow Food verteilt wurde. Das gesamte Saatgut ist samenfest. Da der „Beikraut“-Druck extrem hoch ist und sehr viel Gras dabei ist die Fläche einzunehmen, bräuchten wir dringend ein paar Gartengeräte um schneller voran zu kommen. Zuerst haben wir an eine Radhacke gedacht, aber eigentlich sind wir mit einfacheren Gartengeräten auch zufrieden! Die Gartengeräte werden in einem E-Lastenrad mit abschließbarem Anhänger untergebracht. Wir fahren mit diesem Rad auf den Acker. Sollte das Rad anderweitig benutzt werden, können kleine Handgeräte bei der Verantwortlichen Sandra Schmidt, die direkt auf dem Weg zum Acker, in der Oststadt lebt abgeholt werden.