Bingenheim: Bioladen wollte GG nicht

(Sachbericht)

Es gibt im Ort einen Bioladen. Die Geschäftsführer dieses Ladens haben
versucht auf unsere Verpächter Einfluss zu nehmen, um die Gründung des
Gemeinschaftsgarten zu verhindern mit der Angst, dass dadurch eventuell
weniger Gemüse im Bioladen gekauft wird. Von dieser, für uns absurden
Vorstellung, waren wir erstaunt und zunächst auch etwas brüskiert.
Schlussendlich konnten wir die Bedenken ausräumen und die Fläche steht uns
nach wie vor zur Verfügung.
Wir wollten mit der folgenden Zielgruppe (junge Familien mit Kindern,
Geflüchtete, Menschen mit geistiger Behinderung und Senioren) den
Gemeinschaftsgarten gründen. Geflüchtete und Menschen mit geistiger
Behinderung sind bisher nicht teil unseres Gemeinschaftsgarten. Wir haben
aktiv Kontakt aufgenommen zu verschiedenen Einrichtungen durch Aushänge
und direkte Ansprache, eine Resonanz gab es daraufhin allerdings nicht. Wobei
der Umstand das wir uns damals Mitten im ersten Corona-Lockdown befunden
haben uns hierbei auch die Arbeit sehr erschwert hat. Nächstes Jahr wollen wir
erneut einen Anlauf unternehmen um Menschen mit geistiger Behinderung
miteinzubeziehen.
Eine weitere Schwierigkeit ist, dass viele Aufgaben nur an wenigen aktiven
Mitgliedern hängen bleiben. Das ist ein Punkt den wir gerade aktiv angehen und
verbessern wollen, durch ein weiteres geplantes „Rückblick und Vorblick
Treffen“.

Tipps, die für andere Gemeinschaftsgärten interessant sein könnten ?
Wir schlagen vor frühzeitig Kontakt aufzunehmen zu umliegenden Betrieben &
Akteuren im Nachhaltigkeitsbereich (siehe Bioladen Bingenheim), um sich zu
vernetzen, aber auch um Bedenken oder Unsicherheiten aus der Nachbarschaft
ausräumen zu können.