(Antrag, Antworten)
Um Erfahrungen für unseren Gemeinschaftsgarten zu sammeln, der im Januar 2022 eröffnet
wird, möchten wir auch dieses Jahr bereits einige Workshops zur ökologischen
Freiraumgestaltung durchführen. Der Garten ist eingebettet in das selbstverwaltete
Wohnprojekt Collegium Academicum und soll als Schnittstelle zur breiteren Öffentlichkeit und
Begegnungsort dienen. Er umfasst sowohl einen Dachgarten (auf der Veranstaltungsfläche) als
auch den Innenhof und Freiflächen um das Gebäude herum sowie einen Teich. Der größte Teil
des Gartens ist rollstuhlgerecht zugänglich, um möglichst vielen Menschen eine Teilhabe zu
ermöglichen.
Der Garten steht sowohl den Bewohner*innen des Wohnheims (Studierenden, Auszubildenden
und Promovierenden) als auch der Nachbarschaft und interessierten Bürger*innen zur
Verfügung (Kontakt zum Quartiersmanagement Hasenleiser besteht bereits). Auch
interkulturelle Begegnungstreffen werden somit in einem diversen Quartier angestrebt.
Bei dieser ersten Auftaktveranstaltung wollen wir uns theoretisch und praktisch an zwei Arten
Hochbeeten versuchen, diese bauen und in Betrieb nehmen. Diese Form der Bildungsarbeit
entspricht den Förderzielen des Vereins, da unabhängig vom Bildungstand und anhand
praktischer Projekte gelernt wird.
Wir wollen anhand der beiden Hochbeete Erfahrungen sammeln, die wir dann im nächsten Jahr
bei der Gestaltung unseres Gemeinschaftsgartens nutzen können. So wird sichergestellt, dass
die Beete den Bedürfnissen und Kapazitäten der Nutzer*innen entsprechen.
– wie viele Leute sind bisher an der Planung des Gartens beteiligt und wie viele kommen aus der Nachbarschaft (also wohnen nicht dort)?
Derzeit plant die offene Projektgruppe den Garten und bisher wohnt noch niemand dort. Einzug in das Wohnheim wird voraussichtlich im kommenden Januar stattfinden. Teil der Projektgruppe sind auch Menschen, die in der näheren Umgebung wohnen und nicht einziehen werden. An den Planungen beteiligt sind ca. 20 Personen, die nicht einziehen und eine stetig wachsende Gruppe von Einziehenden von derzeit etwa 15 Personen. Andere potenzielle Nutzer*innengruppen werden sicher in Zukunft noch dazustoßen, beispielsweise durch das Quartiersmanagement Hasenleiser, der Montessorischule und der Lebenshilfe in direkter Nachbarschaft.
– wie groß ist die Fläche, auf der der Gemeinschafts(nutz)garten entstehen soll und wie ist diese beschaffen? Wie hängen die Teilflächen zusammen? Bitte schicken Sie mir davon eine Skizze
Unser Garten besteht aus drei Teilen: 1. Dachterasse (etwas über 200m²); 2. dem Innenhof (ca. 600m²); 3. dem Gartenbereich um die Gebäude herum.
Im Anhang schicke ich Ihnen unsere aktuelle Außenraumplanung (von unserem Landschaftarchitekturbüro). Vor allem die rund eingezeichneten Beete werden zu großen Teilen ein Nutzgarten sein.
– gibt es schon ein Schild, auf dem das Vorhaben bekannt gemacht wird mit Kontaktmöglichkeit für die Nachbarschaft?
Nein, aktuell noch nicht. Der Grund dafür ist, dass wir das erste Projekt sind, das auf der Konversionsfläche US Hospital fertiggestellt wird. Das bedeutet, es gibt derzeit noch keine Straßen und Gehwege, die Fläche wird derzeit erschlossen und wir rechnen mit einem Abschluss der Bautätigkeiten um unser Grundstück herum und einer Zugänglichkeit des Gartens ab etwa dem Jahreswechsel.
– wie haben Sie das Vorhaben bisher in der Nachbarschaft bekannt gemacht?
Das Projekt steht grundsätzlich im Fokus der Öffentlichkeit – diverse Pressevertreter*innen berichten regelmäßig. Auch über unsere social Media Kanäle, unseren Newsletter und Verteiler wie bspw. die Telegramgruppe „Klimagerechtigkeit HD“ oder des „architects for future HD“ und natürliche per persönlicher Einladung haben wir derzeit für unseren Gartenworkshop im Rahmen unserer Summerschools geworben.
– wie zugänglich ist der Innenhof und können die interessierten, potentiellen Mitmacher*innen aus der Nachbarschaft da jederzeit dann rein?
Es sind keine Zäune oder sonstige Begrenzungen geplant und die Zugänglichkeit ist für die Gartengruppe jederzeit gegeben, egal ob sie im Gebäude wohnen oder nicht. Die bauliche Gestalt ist jedoch so, dass der breiten Öffentlichkeit vor allem die Flächen um die Gebäude herum offen stehen, da sie ohnehin an die öffentlichen Plätze und den Park angrenzen und unser Ziel auch eine Vernetzung der Nachbarschaft ist (im Zuge der Internationalen Bauausstellung).
– wie viele Menschen können an dem Beetbauworkshop mitmachen (20?) und wie haben Sie den Workshop bisher beworben? Wann wird der Workshop stattfinden? Wie viele Menschen aus der Nachbarschaft haben Interesse an dem Workshop?
Es werden maximal 25 Personen teilnehmen können, aktuell liegen uns Anmeldungen von 15 Personen vor. Die Werbung erfolgte bisher wie oben beschrieben. Sie finden die Einladungen und alle Informationen auch online unter www.collegiumacademicum.de/summerschool
Der Workshop findet am 11. September ganztätig statt. Es soll gegen 9.30Uhr mit dem theoretischen Teil begonnen werden, vor und nach der Mittagspause werden die Teilnehmenden die zwei beschriebenen Beete anlegen.
Aus der Nachbarschaft sind etwa 7 der 15 Anmeldungen, die anderen stammen aus dem weiteren Stadtgebiet und einige internationale Freiwillige werden ebenfalls teilnehmen.
– wie viele Beete wird es insgesamt geben können und wie soll der Garten organisiert sein? Alles gemeinschaftlich? Individuelle Beete?
Mischsystem?
Die genaue Anzahl steht noch nicht fest, sie hängt auch von den Ergebnissen des Workshops ab, bei dem wir die Praktikabilität von runden vertikalen und rechteckigen horizontalen Beeten testen werden und schauen, welche Arbeiten wir für Zukunftsfähig halten. Eine vorläufige Anzahl und die Verortung können Sie dem angehängten Außenraumplan entnehmen.
– woher bekommen Sie das Wasser und wo werden die Geräte untergebracht?
Aktuell beziehen wir unser Wasser über die Baustellenversorgung. Sobald das Gebäude in Betrieb genommen wird, werden sowohl zum Innenhof hin, als auch auf der Dachterasse und nach Osten hin zur großen Außenfläche neben dem Neubau Außenwasserhähne installiert. Diese beziehen ihr Wasser aus der im Innenhof im Erdreich versenkten Zisterne, die 14m³ fasst und das Regenwasser vom Dach sammelt.