(Antrag, Antworten)
Im Herbst 2019 kamen die Organisator*innen eines Mittagstischs für das Dorf Ziegenhagen auf die Idee, das Gemüse dafür selber anzubauen. Sie bekamen für das Gartenprojekt eine private Wiesenfläche in der Dorfmitte kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie sind 10 – 15 Leute, haben Hochbeete gebaut und aus dem alten Hühnerstall eine Hütte gemacht. Schon im ersten Jahr haben sie ihr Saatgut selber vermehrt. Sie sind in Kontakt mit den Biosaatgutbetrieben in der Region.
– Nach unserem erfolgreichen ersten Jahr sind wir gerade dabei, einen Vertrag mit den Eigentümern zu erarbeiten. Margot und Jochen Hellwig sind Ende 70 und 81 Jahre alt, beide sind sehr fitte, aktive und gewertschätzte Mitglieder des Gärtner*innen-Teams. Sie stammen aus Ziegenhagen bzw. dem Nachbarort. Alle haben ein Interesse, eine langfristige Nutzung vertraglich zu regeln.
– Alle Beete bewirtschaften wir gemeinsam. Wir haben einen Anbau- und Pflanzplan, der in der Hütte aushängt. Der bewirtschaftete Teil des Gartens ist in vier Felder je 100 m2 aufgeteilt, die aus jeweils 7-8 Beeten bestehen. Zusätzlich gibt es 2 Hochbeete und ein überdachtes Tomatenbeet.
– Der Mittagstisch kann ja seit einem Jahr wegen Corona nicht stattfinden, wir hoffen, dass wir dieses Jahr wieder loslegen können. Daher ist das Gemüse für alle Gärtner*innen (Selbstversorgergarten) und Überschüsse werden gegen Spende an die Straße gestellt.
– Die Materialien und Geräte haben in der renovierten Hütte Platz, zu der Alle aus dem Team jederzeit Zugang haben. Anders als in vielen Städten brauchen wir kein Schloß.
– Am Rande des Gartengeländes fließt einer der drei Bäche, die Ziegenhagen hat. Daraus nehmen wir zur Zeit das Wasser. Wir wollen die Entnahme jedoch mehr und mehr durch Regenwasser ersetzen, da der Bach durch Trockenheitsperioden manchmal wenig Wasser führt.
– Wir haben im letzten Jahr durch Spenden aus dem Dorf und das abgegebene Gemüse alle Kosten decken können.