Bunte Erde Chemnitz: einer der Preisträger des Wettbewerbs „Orte der Demokratie und Teilhabe“

(alerts)

Orte für Demokratie und Teilhabe

Wettbewerb der Wüstenrot Stiftung entschieden

Eine demokratische Gesellschaft braucht sichtbares Engagement, Solidarität und im Alltag gelebte Werte. Mit dem bundesweit ausgelobten Wettbewerb „Gebaute Orte für Demokratie und Teilhabe“ suchte die Wüstenrot Stiftung kürzlich nach Beispielen für Bauprojekte, in denen eine demokratische Haltung zum Ausdruck kommt und die zugleich vielfältige Gelegenheiten für Teilhabe und Zugang schaffen. Mit dem Wettbewerb griff die Stiftung zugleich die Debatte um Offenheit und scheinbare Selbstverständlichkeiten in unserer Gesellschaft auf, die nicht erst seit der Corona-Pandemie aktuell ist.

Das unabhängige Preisgericht unter dem Vorsitz des ehemaligen Verfassungsrichters Udo Di Fabio zeigte sich über die rege Teilnahme sehr erfreut: 455 Projekte aus ganz Deutschland wurden eingereicht. Nun fiel die Entscheidung, drei gleichwertige erste Preise und drei Anerkennungen zu verleihen. Die Preise sind jeweils mit 20.000 Euro dotiert, die Anerkennungen mit je 15.000 Euro. Nachfolgende sechs Projekte wurden von der Jury ausgezeichnet:

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drei erste Preise, u.a.:

  • 1. Preis: Interkultureller Garten Bunte Erde, Chemnitz (Interkultureller Garten „Bunte Erde“ e. V.)
    Ein gemeinsam gestalteter und bewirtschafteter Garten bildet den Ausgangspunkt, um über das Gärtnern hinaus Demokratie und demokratische Werte erlebbar zu machen. Entstanden ist ein offener Dialog über die Grundbedürfnisse des Lebens und darüber hinaus.

3x Anerkennung, u.a.:

Anerkennung: PLATZprojekt, Hannover (PLATZprojekt e. V.)
Das über Jahre gewachsene Projekt gibt vor allem jungen Erwachsenen einen physischen Ort, der ihnen die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Verantwortungsübernahme für raumwirksame Ideen und eine gemeinsame Stadtgestaltung ermöglicht.
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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Wettbewerb_der_Wuestenrot_Stiftung_entschieden_7514573.html

zur Preisverwendung:

https://www.blick.de/chemnitz/interkultureller-garten-auf-dem-kassberg-wird-praemiert-artikel11311589:

[…]Als Begegnungs-, Kommunikations- und Produktionszentrum wollen die Mitglieder des Vereins, der sich 2010 gegründet hat und eine Gartenfläche an der Franz-Mehring-Straße betreibt, hauptsächlich Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Familien entwickeln, die nicht nur ökologisch-gärtnerische, sondern auch interkulturelle Kompetenzen fördern.[…]
Aktuell kooperiert die Gemeinschaft mit zwei Kindergärten, einer Lernförderschule und einer Grundschule aus dem Stadtgebiet.[…]
„Das Preisgeld soll für weitere Bildungsarbeit, Aktionen mit Kindern und Erwachsenen und für die nachhaltige Unterhaltung des Gartens verwendet werden“, sagt Anja Hüttner vom Vorstand des Vereins. Konkret sei eine nachhaltige und langfristige Bildungspartnerschaft mit dem Karl-Schmidt-Rottluff Gymnasium für die kommenden drei Jahre geplant. „Hier lernen die Jugendlichen am praktischen Beispiel, wie man eine Idee für ein gutes Umweltschutzprojekt im eigenen Wirkungskreis entwickelt, es durchführt und verstetigt“, so Hüttner weiter.