In Neukirch/Lausitz entsteht ein Gemeinschaftsgarten. Dieser soll von Familien und für Schulen genutzt werden und es sollen auch Veranstaltungen, Workshops, Kino stattfinden.
- Wie groß ist die Fläche und für wie lange können Sie diese nutzen? Gibt es eine Befristung?
Die Gartengröße beträgt ca. 1000m², der Garten befindet sich im Eigentum der Gemeinde Neukirch und wurde unbefristet an den Mehrgenerationenhof e.V. verpachtet.
- Müssen Sie eine Pacht zahlen und wenn ja, wie hoch ist diese?
Es wird keine Pacht erhoben.
- Wie groß ist die Gruppe und wie haben Sie bisher auf das Projekt aufmerksam gemacht?
Derzeit engagieren sich 7 Erwachsene sowie 3 Kinder in diesem Projekt, es sollen noch weitere Interessenten geworben werden. In der öffentlichen Presse wurde mit einem Artikel aufmerksam gemacht, des Weiteren gab es eine Plakataktion, bei der in öffentlichen Einrichtungen sowie Wohnblöcken Plakate verteilt wurden. Es fand am 16.10.2020 ein Tag des offenen Gartentors statt, auf Grund des Regens waren nur 7 Personen gekommen.
- Wer bohrt den Brunnen, baut die Komposttoilette, legt die Beete an etc.?
Die baulichen Arbeiten werden von den ehrenamtlichen Helfern sowie den zukünftigen Gartennutzern durchgeführt. Punktuell erhalten sie Unterstützung vom Bauhof der Gemeinde Neukirch sowie den Mitarbeitern des Naturschutzzentrums Neukirch.
- Wie viele Beete soll es geben und sind das dann gemeinschaftliche Beete oder wie ist das Konzept?
Es sollen 10 Beete für Familien entstehen sowie 14 Beete, die im Rahmen eines Schulprojektes (GTA) genutzt werden. Die Familien können ihr Beet individuell bestellen, erhalten dabei fachliche Anleitung und dürfen die Ernte selbst verzehren. Für die Zukunft sind evtl. auch Beete geplant, um alte Gemüsesorten anzubauen, Pflanzen zur Samengewinnung zu züchten oder ein gemeinschaftlich nutzbares Kräuterbeet.
- Was verstehen Sie unter Kreislaufgarten?
Im Garten soll durch Nachhaltigkeit eine Kreislaufwirtschaft entstehen. In Ruheflächen und Pufferzonen leben Vögel und Insekten. Diese Flächen dienen zur Abgrenzung oder zum Schutz nach außen, zum Beispiel gegen Wind. In die Pufferzone wird so wenig wie möglich eingegriffen, Sträucher werden z.B. nur selten geschnitten, um einen natürlichen Habitus zu erhalten. Dann gibt es eine sogenannte Hotspot-Zone, hier werden die Nährstoffe abgenommen und in die Ertragszone eingebracht, zum Beispiel Rasenmahd. Diese bezieht sich auf die Wiese, auf der man sich ausruhen kann oder die Kinder spielen. Die Ertragszone soll dem Gemüseanbau dienen. Hier sollen möglichst nur samenechtes Saatgut und alte Sorten zum Einsatz kommen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Es wird keine Chemie benutzt . Alte Abfälle und Pflanzenschnitt werden im nächsten Jahr als Kompost wieder eingebracht. Sind Pflanzenschutzmaßnahmen von Nöten wird mit biologischen Maßnahmen agiert. So entsteht ein in sich geschlossenes System, das mit den Jahren autark werden kann.
- Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen dann Zugang dazu?
Voraussichtlich stellt das Naturschutzzentrum Neukirch einen nicht mehr genutzten Holzschuppen zur Verfügung. Die Eingangstür wird mit einem Zahlenschloss gesichert, der Code ist nur den Gartennutzern bekannt.