Vielfalt an Gärten in München: Gartentour 1 in Schwabing

(Projektbesuche)
Der Mucca-Community Garden ist dieses Jahr um die Mucca-Halle herum gezogen und hat dort nun ein klarer als Gemeinschaftsgarten erkennbares Refugium gefunden. Die Gruppe besteht aus 7 – 8 Aktiven, sie sortieren sich gerade neu und suchen weitere Mitstreiter*innen. Sie gärtnern in Hochbeeten auf der versiegelten Fläche, haben diverse Sitzmöglichkeiten und bauen hauptsächlich robuste Pflanzen in Hochbeeten an. Die Hochbeete sind selbstgebaut, es befindet sich auch ein ex Aquarium mit Wasserpflanzen darunter. Bisher mussten sie keine Miete zahlen, doch inziwschen doch (Eigentümerwechsel). Das übernimmt (noch) die Mucca.

Direkt neben dem Mucca-Garten ist der Huberhäuslgarten. Der einzige unversiegelte Flecken im Kreativquartier. Bis 2015 stand hier ein Häuschen (Huberhäusl), was abgerissen wurde. Anfangs wohnten noch Flüchtinge ganz nah, doch sind diese wieder ausgezogen. Die GRuppe besteht aus Künsterler*innen und Kreativen vom Gelände und ein paar Anwohner*innen sind auch dabei. Der Garten ist nach Permakulturgesichtspunkten gestaltet und ein wahres Paradies der Artenvielfalt und Anbaumethoden. Auch einen kleinen See gibt es und lauschige Ecken mit Sitzmöglichkeiten. Ein Problem gibt es: unendlich viele Ameisen.

Der Stadtacker am Ackermannbogen ist ebenfalls ein Paradies der Artenvielfalt. Als wir da waren, blühten Artischoken, was in Bayern ob des Klimas sehr selten ist. Konrad Bucher ist der „Gardeniser“ des Projekts, seine Stelle läuft über einen Nachbarschaftstreff. Hier gibt es viele verschiedene Arbeitsgruppen, die sich um die Pflanzen und deren Verarbeitung, Kunst und Kultur, Kindergruppen usw. kümmern. Es gibt Plena und Gruppentreffen, Gruppensprecher*innen und viel Abstimmungsbedarf. Ein Chor nutzt den Garten und es finden Workshops und andere Veranstaltungen statt. Die Ernte ist für alle, die mitmachen. Wenn etwa erntereif ist, dann wird das auf einen großen Tisch gelegt und verteilt. Der Garten wird auch von Schulklassen genutzt. Er weitet sich demnächst aus: es werden artenreiche Blühstreifen angelegt. Dieses Projekt soll dann auch in anderen Gebieten von München aufgegriffen werden. Involviert ist Green City.

O´pflanzt is hat ja eine neue Heimat im Olympiapark gefunden. Die Fläche ist wesentlich kleiner und recht schattig, doch auch wunderschön. Sie haben die Coronazeit viel im Garten sein können und so gibt es inzwischen schon wieder recht viele Hochbeete, einen kleinen Bauerngarten und einen brandneuen, selbstgebauten Zaun. Es sind noch einige der Leute dabei, die im alten Garten aktiv waren. Nach wie vor sind sie rund 15 Aktive. Noch machen sie wenige Workshops und andere Angebote, sie gucken erstmal, wie sich die Situation entwickelt. Sie haben einen Bauwagen, einen großen thekenhohen Tisch, viele Sitzmöglichkeiten und schon einiges, um die Ernte zu verarbeiten vor Ort.