(ANtrag/ANtworten)
An der Kirchengemeinde Auferstehung in Berlin Friedrichshain entsteht der Solidarischen Bürgergarten Auferstehung.
Der öffentliche Raum ist das Symbol für (städtische) Freiheit und Ort der Integration, an dem
verschiedene Gruppen zusammen kommen und in Austausch treten. Niemand entscheidet darüber,
ob wir anwesend sein dürfen oder nicht. Hier ist der Aufenthaltsort, der allen offen steht, an dem
die gleichen Rechte und Pflichten gelten und an dem öffentliche Meinungsbildung stattfindet. So
idealistisch diese Vorstellung ist, so wenig ist sie für alle gleichermaßen Wirklichkeit, denn wir leben
in einer vielfach geteilten Welt. Dieser Wirklichkeit möchte die Gemeinde mit dem „Solidarischen
Bürgergarten Auferstehung“ an einem zentralen Platz einen Gegenpol gesetzt. Eine repräsentative
Fläche von rund 400 m2 direkt vor der Auferstehungskirche wird der freien Gestaltung zum Zwecke
des Gärtnerns überlassen. Die Teilnehmenden finden im einen nicht vorkonzipierten Ort den sie
nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können. Mit ihrem Wirken und Schaffen werden sie
dauerhaft sichtbar. Menschen mit Beeinträchtigung werden dazu jedoch gezielt eingeladen, um
angenommene Zugangshürden abzumildern und ihnen zu vermittelt, dass ihre Beteiligung
erwünscht ist. So erwächst ein Platz der von allen mitgestaltet wird. Insbesondere Familien mit
Kindern im grundschulalter und Seniorinnen haben bereits großes Interesse bekundet
Als christliche Gemeinde sehen wir uns aufgefordert, in unserem praktischen Handeln, Antworten
auf die konkreten Fragen von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu finden.
Besonders letztere ist angesichts der globalen Entwicklung von Armut und Ungerechtigkeit, des
Klimawandels und der Ausbeutung von Ressourcen sowie der Gefährdung der Lebensgrundlage auf
dem Planeten für die Gemeinde eine dringliche Aufgabe. Als Institution der Öffentlichkeit stellt sie
sich dieser.Auf Initiative der Pfarrerin Herrmann entstand daher 2013 die „Ideenwerkstatt
Ökologisches Zentrum“ in enger Kooperation mit dem Umweltforum Berlin GmbH, der Evangelische
Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie der SinnWerkstatt GbR. Seit 2008 betreibt
die Gemeinde das natur- und erlebnispädagogische Projekt „Kinder brauchen Matsch“, bei dem
Kinder zu integrativen Ferienfahrten eingeladen werden. Bisher gründeten sich eine Gruppe der
Solidarischen Landwirtschaft und ein Eine-Welt-Verkaufsstand
Mit Start des „Solidarischen Bürgergartens“ wird über eine Plakat- und Flyeraktion, begleitet durch
Einstellungen auf den Sozialen Medien, zum Mitwirken eingeladen. In gemeinschaftlicher Aktion
werden die bereits Aktiven erste Hochbeete sowie Sitzgelegenheiten errichten. Für die
eigenständige Nutzung und Gestaltung des Gartens stehen durchgängig die benötigten Arbeitsmittel
sowie ein Wasserzugang zur Verfügung.
Neben der unmittelbaren Nutzung des Gartens von Interessierten aus der Nachbarschaft sowie der
Gemeinde, sind als besondere Ereignisse gemeinsame Feste wie ein Sommerfest sowie Erntedank in
Vorbereitung sowie s.g. Repair Cafés und die altbekannten „Subbotnik`s“ geplant. Wöchentlich
findet die Ausgabe einer Gruppe der Solidarischen Landwirtschaft statt und stellt damit einen
zentralen Anlaufpunkt für alle Interessierten dar. Ergänzt wird es ein offenes naturpädagogisches
Kinderprogramm durch die Aktion „Kinder brauchen Matsch“ geben. Die Wasser- und Energiekosten
werden dauerhaft durch die Ev. Kirchengemeinde Auferstehung getragen.