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„Kleingärten haben Konjunktur in Köln“, attestierte Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die Gärten hätten nicht nur eine soziale, sondern auch eine ökologische Funktion. Zu Kriegszeiten dienten die Gärten in erster Linie der autarken Versorgung der Bürger mit Obst und Gemüse, hatten einen konkreten Nutzen und dienten nicht nur der Idylle. „Wir wollen wieder in diese Tradition treten“, so die Oberbürgermeisterin. Projekte, bei denen auf brachliegenden Flächen Gemeinschaftsgärten angebaut würden, hätten großes Potential. Umweltministerin Heinen-Esser bestätigte die gestiegene Nachfrage am Kleingartenwesen und Urban Gardening gerade durch junge Leute.
Dafür jedoch, so Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, müssten die vorhandenen Kleingartenflächen neu aufgeteilt und dadurch mehr Menschen zugänglich gemacht werden. 192 Kleingarten-Anlagen gibt es in Köln, sie befinden sich größtenteils auf Grundstücken der Stadt. 600 Quadratmeter große Schrebergärten müssten in mehrere Kleingärten unterschiedlicher Parzellengröße umgewandelt werden, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können, so Bauer. Der Verband müsse sich für neue Formen des Gärtnerns öffnen. Dazu müsse auch die Gartenordnung in eine zeitgemäße Form gebracht werden.
Eine weitere Herausforderung für die Zukunft des Kleingartenwesens brachte der Vorsitzende der Kreisverbandes Armin Wirth zur Sprache: Es werde immer schwieriger, Menschen zu finden, die ehrenamtlich die Vorstandsarbeit in den Vereinen übernehmen.