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wir haben die politische Mehrheit für unser Gartenprojekt bekommen 🙂
Wir gründen jetzt den Verein, erstellen mit Hilfe eures Beraters die Satzung udn es geht weiter.
Ich bzw. wir sind sehr froh. Am Tag der Nachbarn haben wir mit einer Pflanzaktion noch mal darauf aufmerksam gemacht, 14 Tage später wurde es im Umweltausschuss mehrheitlich beschlossen, dass wir dort auf der Fläche der Stadt biologisch gärtnern dürfen.
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Südstadtgärten: Anfang Juni soll im Umweltausschuss über das Projekt eines interkulturellen Gartens beraten werden. Es geht nicht nur um Blumen, Obst und Gemüse, sondern auch um das aktive Miteinander in der Nachbarschaft
Oerlinghausen. Winziger Balkon statt großem Garten? Kein Problem. „Man kann überall gärtnern, sogar auf der Fensterbank“, sagt Annabelle Mayntz. Sie und ihr Kollege Pip Cozens von der Künstlerinitiative „Art at Work“ sind zu Gast in der Südstadt, um Kinder und Erwachsene zu ermutigen, Gemüse, Kräuter und Blumen selbst zu ziehen. Geweckt werden soll auch die Lust am Riechen und am Probieren.
„Mach Deinen Balkon zum Minigarten“, so heißt die Aktion zu der die Initiative „Südstadtgärten“ Südstädterinnen und Südstädter am bundesweiten „Tag der Nachbarn“ eingeladen hat. Kisten, Eimer oder Bottiche werden gemeinsam mit Kartoffel-, Tomaten-, Bohnen-, Möhren- oder Kohlrabipflanzen bestückt, mit Minze, Schnittlauch und Petersilie. Einige Kisten sind von „Art at Work“ bereits vorgezogen worden, um das Ergebnis vor Augen zu führen.Kaum einer kocht nochViele Menschen hätten heute keinen Bezug mehr dazu, ihr Gemüse selbst anzubauen, bestätigt Annabelle Mayntz und verweist auf ein Missverhältnis. „Es gibt immer mehr Kochsendungen, aber immer weniger, die kochen.“ Gemeinsam mit Pip Cozens erklärt sie, wie Kisten mit Flies ausgekleidet werden, welche Pflanzen sich vertragen und welche eher nicht nebeneinander stehen sollten. Die Besucher erfahren, welche Pflanzen sich gegenseitig düngen und welche sich Schatten spenden.flanzenfreund wegen MamaVertreterinnen der „Pflanzentauschbörse“ sind gekommen. Vor allem der zehnjährige Alessandro sucht die unterschiedlichesten Exemplare heraus. Seit einem halben Jahr, verrät er Monika Weber, sei er Pflanzenfreund, „weil meine Mutter auch viele davon auf dem Balkon hat“. Jetzt kommen viele neue hinzu. Die Pflanzenexpertinnen Ilona Schlüssel, Nina Schönhals und Anna Barg erläutern, wie gegossen, gepflanzt und umgepflanzt werden sollte.
Anna Barg berichtet von der von ihr initiierten Garten-AG in der Südstadtschule, die dort jeden Donnerstag ab 14 Uhr stattfindet. Zehn Kinder besuchen sie derzeit. „Viele weitere Kinder würden auch gerne kommen, aber die Eltern melden sie nicht an.“
Die Initiative Südstadtgärten, erläutert Koordinatorin Friederike David, „möchte mit der Aktion im aktiven Miteinander die Nachbarschaft und den Kontakt untereinander fördern“. Zum anderen solle darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch auf kleinster Fläche Gemüse- und Obstanbau möglich sei. Beispielsweise mit Hilfe von Behältnissen, „die sonst vielleicht im Müll landen würden“.Gesunde ErnährungWeiterer wichtiger Ansatz sei die Sensibilisierung für eine gesunde Ernährung und Klimaschutzthemen. Für die Umsetzung der Pflanz-Aktion hatte es finanzielle Unterstützung vom Marketingverein Oerlinghausen gegeben. Eingebracht haben sich außerdem die Mennoniten-Brüdergemeinde, eine Klasse der Südstadtschule und die Gärtnerei Brüscke. Friederike David erläuterte am Rande der Aktion, wie es mit der Umsetzung des Projektes Südstadtgärten Oerlinghausen steht.
Obwohl die angebotene Fläche für einen interkulturellen Garten am Ende der Sennestraße städtisch sei, „musste der Kreis Lippe seine Zustimmung aus landschafts- und naturschutzrechtlichen Gründen geben, dass auf der Fläche gegärtnert werden darf“. Die Zustimmung liegt seit März vor.
Das Projekt soll auf Wunsch der Initiative auch politisch „abgesegnet“ werden. Behandelt wird das Thema am 6. Juni im Umweltausschuss. Die Zuversicht ist groß. Ein Verein soll gegründet werden.