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Gartenlabore Olpener Straße und Am Schlagbaumsweg
Schaffung neuer Formen des urbanen Gärtnerns
Die Bezirksregierung Köln hat mit Zuwendungsbescheid vom 1. August 2018 das Projekt mit Gesamtkosten in Höhe von 550.000 Euro genehmigt, der Förderanteil beträgt 80 Prozent.
Das Modellprojekt der „Gartenlabore“ soll beispielhaft verschiedene gärtnerische Angebote für die angrenzenden benachteiligten Stadtteile schaffen. Das beauftragte Planungsbüro A 24 Landschaft aus Berlin erarbeitet dazu gerade Konzepte, die in einem Bürgerbeteiligungsverfahren vorgestellt und diskutiert werden sollen. Dabei sollen zeitgemäße Flächen- und Gartentypologien entwickelt und umgesetzt werden, die sich zwischen den Stichwörtern Grabeland, Privatgarten, Gemeinschaftsgarten, Selbsterntegarten, Kleingarten, Urban Gardening und Nutzgarten einordnen lassen. Durch das Gärtnern soll ein Bewusstsein für Lebensmittel und gesunde Ernährung geschaffen werden. Es soll die Selbstversorgung mit frischem Obst und Gemüse gefördert werden sowie Teilhabe und eine Identifikation mit dem Projekt entstehen, sodass Eigenverantwortung für die Gärten und die Fläche insgesamt übernommen wird. Neben privat genutzten Bereichen entstehen auch halbprivate und öffentliche Flächen. Die Angebote richten sich an Einzelpersonen, Freundeskreise, Nachbarschaften, Familien oder Gruppen, die (noch) keine Erfahrung mit dem Gärtnern haben.
Als erste Maßnahme werden auf der Fläche an der Olpener Straße dieses Jahr vorgepflanzte Gemüsegärten zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt.
https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf67/gartenlabore_infoblatt_final.pdf
Gartenlabor in Köln-Höhenberg: Stadt vergibt kostenlos Gemüsegärten
Im Rahmen des Projekts „Gartenlabore“ können Bürgerinnen und Bürger bald in Köln-Höhenberg nach Herzenslust Gemüse anbauen und ernten. Auf einer Ackerfläche nahe der Haltestelle Frankfurter Straße stellt das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, das das Projekt betreut, ab Mai dieses Jahres 40 vorbepflanzte Gemüsegärten zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Dort sollen demnächst Kräuter, Salat, verschiedene Gemüsesorten wie Kohlrabi, Kartoffeln, Möhren, Tomaten, Gurken, Zwiebeln und vieles mehr wachsen. Die Parzellen sind zwischen 50 und 100 Quadratmeter groß. Das Angebot richtet sich an alle Gartenfreunde der umliegenden Stadtteile. Auch Schul-, Jugend- und Kindergartengruppen sind herzlich willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bei einer Informationsveranstaltung am Samstag, 30. März 2019, 11 bis 13 Uhr, in der Kirche St. Elisabeth, Höhenberger Straße 15, 51103 Köln-Höhenberg, stellt sich das Projektteam vor, erläutert Details und steht für Fragen zur Verfügung. Auch wird erklärt, nach welchen Kriterien die Vergabe der Parzellen erfolgt. Anschließend können Interessierte die Gärten erkunden. Das Projekt ist Teil des von der EU geförderten Integrierten Handlungskonzepts „Grüne Infrastruktur Köln – Vielfalt vernetzen“, das der Rat der Stadt Köln zur Stärkung der Grünen Infrastruktur beschlossen hat. Es hat die Aufgabe, Grün- und Erholungsflächen besonders in strukturschwachen Gebieten zu schaffen, zu vernetzen und aufzuwerten. Vor allem Menschen in sozial benachteiligten und belasteten Stadtquartieren sollen dadurch neue Zugänge zur Natur erhalten.