neuer Vereinsgemeinschaftsgarten in Mannheim

(ANtrag/Tel)

Diese Möglichkeit haben wir auf einem ehemaligen Gärtnereigelände von über 5.000 qm in unserem Stadtteil gefunden. Durch Zufall hat sich ein kreatives, anpackendes Team bestehend aus zwei Umweltpädagoginnen, einer Grundschullehrerin, einem Imker und Baumpfleger, leidenschaftlichen Gärtnern und mich, einer naturliebenden Betriebswirtin, die sich um die Verwaltung kümmert, gebildet.

Unsere erste Säule, das gemeinsame Gärtnern, auf 25 eingefassten Beeten (9,00 m x 1,50 m) läuft gut. Fast alle Beete wurden in kurzer Zeit an ganz unterschiedliche Menschen vermietet. Diese Miet- bzw. Mitgliedsbeiträge sind die wesentliche Einnahmequelle, um Miete für das Grundstück bei der Stadt Mannheim, Wasser, Energie und Versicherungen zu zahlen. Für Saatgut, Geräte und Instandhaltung des Vereins sowie für den Aufbau der Umweltpädagogik in Kooperation mit den Bildungseinrichtungen im Stadtteil sind wir auf Fördergelder und Spenden angewiesen.

Im Rahmen der Umweltpädagogik gibt es bereits eine Vereinbarung mit dem ev. Kindergarten Pusteblume, der nun einen Vormittag die Woche ins GrünWerk kommt. Die Gespräche mit der Realschule und dem Gymnasium laufen und werden höchstwahrscheinlich zum 1.5.2019 auch in konkrete Vereinbarungen zum „grünen Klassenzimmer“ abgeschlossen sein. Angepasst an den Lehrplan werden die Themen Bienen, Insekten allgemein, Bäume, und anderes sehr praxisorientiert auf unserem weitläufigen Gelände vermittelt.

Es ist ein Gartenprojekt für Mitglieder, sprich man muss Mitglied werden, um gärtnern zu können (Workshops sind auch offen für andere). Die Mitgliedschaft kostet 50 Euro prp Person, für Familien 1000 und dann muss man noch 150 Euro pro Beet zahlen. Es sind individuelle Beete und sie haben aber auch ein paar gemeinschaftliche, wie Kartoffelbeet, Obstwiese, Kräuterspirale und Experimentierbeet. Sie haben jetzt 50 Mitglieder.

Die Mitglieder haben alle einen Schlüssel, man kommt auch sonst nicht auf das Grundstück, ist auch nicht so gedacht, dass man den Garten als Flanier/Aufenthaltsraum nutzt, wenn man nicht im Verein ist.

Gemeinschaftlich liefen die ganzen Arbeiten, um loslegen zu können (Müll wegräumen etc.). Sie haben keine Gartentage o.ä., die Begegnung und der Austausch untereinander ist eher zufällig.

Es sind auch Kindergruppen/Schlulkassen mit dabei und das ist auch ein Schwerpunkt der Arbeit.

Die alte Wasserleitungsanlage ist marode (jedes Beet hatte einen Anschluss) sie haben da jetzt schon neue (Plastik)Rohre verlegt und es wird mit Schlauch und Gießkanne gegossen.

Sie wollen zusammen Möbel aus Paletten bauen etc.

Vernetzt sind sie noch nicht, wissen auch nicht, ob sie das überhaupt wollen oder eher unter sich bleiben wollen