(Projektbesuch)
Das Prinzessinnengarten Kollektiv (Gruppe rund um Robert) ist auf den St. Jacobi Friedhof in Neukölln gezogen. Der Eingang ist an der Hermannstraße und auf dem Bürgersteig begrüßt einen bei den offenen Gartentagen gleich ein Kiosk-Schild des Gartenprojekts. Ein paar Meter hinter dem Friehofseingang und gut sichtbar auch schon von der Straße aus, ist in einem alten Häuschen (Pförtnerhaus?) der Kiosk entstanden, an dem man Getränke und derzeit noch ein recht eingeschränktes Snackangebot erwerben kann. Hinter dem Kiosk sind Tische und Bänke, die bei meinem Besuch voll gefüllt waren mit Interessierten und Mitmacher*innen. Hier wird besprochen was Stand der Dinge ist und was zu tun ist, was sich entwickelt hat und was noch nicht geht, Aufgaben werden verteilt. Es gibt ein Kompostklo und ein Lager. Und ca 80 m (?) den Hauptweg entlang kommen dann die Hochbeete. Diese stehen ordentlich in Reih und Glied und bestehen aus Aufsetztrahmen. Als Beschilderung, was in den Beeten wächst, dienen alte Schallplatten. Es gibt auch schon ein Erdbeet und es wurde eine Blumenwiese eingesäät.
Lisa erzählt, dass es noch recht mühsam ist, weiterzukommen, da die Friedhofsverwaltung alles abbremst und erstmal wenig zusagt. Viel geht doch noch nicht. Sie hofft, dass sich das ändert, wenn offiziell verkündet wurde, dass der Friedhof als Friedhof aufgegeben wird.
Durch die Hochbeete sind auch schon Gräber „verschwunden“.
Das Team hat sich für die Aufteilung vorne Kiosk, dann laufen und dann Hochbeete entschieden, damit die Leute, die gärtnern wollen, das dann auch machen werden und nicht wieder eine Biergartenatmosphäre entsteht, wie auf dem Moritzplatz. Dort ist das Gärtnern ein wenig in den Hintergrund getreten.