(aus Bericht)
Berlin
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Aufgrund mangelnder personeller Ressourcen konnte der Garten nicht für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Einbrüche und Diebstähle bestärkten die Auffassung, dass es für eine Öffnung verantwortliche Unterpächter*innen und/oder Personal vor Ort brauche. Lediglich bei zwei Veranstaltungen wurde der Garten als Begegnungsort für die Nachbarschaft präsentiert. So fand im September das alljährliche Viertelkino im Garten statt, eine für alle Besucher*innen kostenlose Filmvorführung. Besonders schön war jedoch eine gemeinsam mit der GESOBAU AG organisierte und von Chansonmusiker*innen begleitete Lesung. Durch diese Veranstaltungen sowie die Erfahrung der neuen zuständigen Koordinatorin konnten neue Ideen für den Garten auf dem neuen Gelände entwickelt werden. Zum einen zeigten sich neue Veranstaltungsideen und auch ein klareres Bild über die Interessen der Anwohner*innen. Zum anderen konnte durch die Erfahrung im Zusammenwirken mit den Unterpächter*innen herausgearbeitet werden, was notwendig ist, um den Garten stärker für die Öffentlichkeit zu beleben. So werden aktuell über das neue Teilhabechancengesetz Mitarbeiter*innen für den Betrieb des Gartens gesucht. Zudem wurden nach dem Austausch mit anderen Gemeinschaftsgärten die künftig auszustellenden Verträge geändert und die Unterpächter*innen werden künftig mehr gemeinschaftliche Arbeit im Garten leisten müssen. Dies waren bisher 5 Stunden/Jahr, deren Umsetzung jedoch nicht kontrolliert wurde; künftig werden es 12 Stunden/Jahr sein und die Ableistung dieser Stunden wird durch Mitarbeitende des Betreibers kontrolliert und unterstützt. Dazu gehören z.B. die Pflege künftig bestehender Gemeinschaftsflächen oder die Unterstützung bei Veranstaltungen.
Zur Überraschung des Betreibers und der Unterpächter*innen musste der Garten bereits am 07.10.2018 schließen, da die Baumaßnahmen begannen. Der neue Garten wird leider frühestens am 30.04.2019 an den Betreiber übergeben. Aus diesen Grund werden im Vorfeld Veranstaltungen (Sommerfest, Aufführung der Komischen Oper) vorbereitet und erste Anzuchten in den Räumlichkeiten des Betreibers vorgenommen. Zudem werden weiterhin weitere Förderungen beantragt, um Honorare für Workshops und Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche zu akquirieren. Auch die GESOBAU AG möchte den Garten im Rahmen ehrenamtlichen Engagements Mitarbeitender sowie einer geringen Förderung über die GESOBAU Stiftung die Durchführung von Veranstaltungen im Garten unterstützen.