(aus Bericht)
Garten ist auf Grabelandparzelle entstanden
[…]
Gleich zu Anfang wurde in Selbstbauweise ein Gartentor im Zaun entlang des Hauptweges eingebaut,
so dass der Garten nun für alle MitGärtner*Innen direkt erreichbar ist und auch Transporte leichter
fallen. Zuvor war der Zugang zum Garten nur über einen verschlossenen, schmalen Gemeinschafts-
weg und ein Nachbargrundstück möglich. Es zeigte sich, dass immer, wenn das neue Gartentor offen
stand, auch Gärtner aus den Nachbarparzellen ermutigt waren, in den GemeinschaftsGarten zu
kommen, um Kontakt zu knüpfen und sich auszutauschen. Ein seitlicher Zaunabschnitt zum Nachbar-
garten wurde entfernt, um das Gartenhaus besser sanieren zu können. Wegen der häufigen erfreuli-
chen Kontakte zu den Nachbarn haben wir beschlossen den Zaun offen zu lassen.
Im Gartenhaus stellte sich beim Entrümpeln heraus, dass der morsche Fußboden abgesackt war und
erneuert werden musste. Wir hatten anfangs angenommen, dass das Gartenhaus mit überschauba-
rem Aufwand schnell wetterfest gemacht werden könnte. Das Haus musste aber angehoben, abge-
stützt und unter den Wänden erneuert werden. Ein Fundament aus Gehwegplatten, die Schwellbal-
ken und der Fußboden konnten mit Recyclingmaterial und Bau-Material aus den Fördermitteln der
‘anstiftung‘ erneuert werden. Mit vereinten Kräften konnte die Gartengruppe diese handwerklich
anspruchsvollen Arbeiten vor dem Wintereinbruch abschließen. Durch den konstruktiven Holzschutz
ist das Holzhaus nun gut von unten geschützt. Auch Dach und Fassade des Gartenhauses erhielten in
Eigenleistung der GartenGruppe einen neuen Witterungsschutz aus Mitteln der ‘anstiftung‘.
Gartengeräte wurden von einem aufgegebenen Nachbargarten gebraucht gekauft, instand gesetzt
und gleich eingesetzt, um im Gewächshaus die ersten Fruchtgemüse zu pflanzen, die auf Balkonkäs-
ten bereits vorgezogen waren. Die Gartengeräte wurden im Gerätehaus und in einem stabilen Regal
untergebracht. Die vorhandene Schwengelpumpe wurde nach Erneuern der Ledermanschette wieder
zur Wasserversorgung während der Heißzeit genutzt, auch zum Gießen eines Nachbargartens wäh-
rend der Urlaubszeit. Alle Flächen wurden überarbeitet, da der Garten seit einem Jahr nicht mehr zurückgeschnitten war.
Ein Spiralhügelbeet wurde gebaut, um die großen Mengen an Pflanzenschnitt unterzubringen. Die
Rasenfläche wurde zugunsten der Gemüse-Anbaufläche reduziert, Grassoden kamen mit ins Spiral-
hügelbeet. Der ausgetrocknete, harte Lehmboden ließ sich nur sehr schwer umgestalten, aber Ende
August wurde noch eine letzte Mischkultur aus Spinat, Feldsalat, Radieschen und Erdbeeren drauf
gepflanzt. Die Erdbeerableger bekamen wir von einem Nachbarn geschenkt. Zum Herbstanfang wur-
den im Garten Äpfel und Weintrauben gelesen und zusammen mit dem Lesegut aus anderen Gärten
mit einer selbstgebauten Obstmühle und Saftpresse zu Saft und Wein gemahlen, gepresst, pasteuri-
siert bzw. vergoren. Die Weintrauben hatten 2018 wahrscheinlich den höchsten jemals am Teuto-
burger Wald gemessenen Zuckergehalt.