Grenzen der Stadt, Grenzen des Wachstums Gemeingüter jetzt!
Freitag, 12. Oktober, 20:00 – 22:00 Uhr Laube im Prinzessinnengarten
– English version below –

© Marco Clausen, Wunschproduktion 99 Jahre Prinzessinnengarten als Gemeingut
Gemeingüter als Alternative zum Wachstumsparadigma: demokratisch, sozial und ökologisch gerecht. Common Grounds e. V. lädt zur Diskussion mit Marco Clausen vom Prinzessinnengarten, John Jordan und Isabelle Freiaux (ZAD) und der New Yorkerin Paula Z. Segal, Gründerin von 596 Acres.
Unter dem Motto „Nous sommes la nature qui se défend!“ (Wir sind die Natur, die sich selbst verteidigt!) ist in Westfrankreich mit der Zone à Défendre (ZAD) aus dem Widerstand gegen einen Großflughafen das größte Commoning-Experiment Europas entstanden. In New York hängen Aktivist*innen Schilder mit dem Aufruf “This is your land!“ an die Zäune von Brachflächen. Gemeingüter bedeuten, Flächen dem Markt zu entziehen, die Rechte marginalisierter Gruppen ebenso wie die Rechte der Natur zu respektieren und den Boden nicht länger auszubeuten, weder zur Extraktion noch zur Spekulation oder als Anlage. Müssten angesichts der längst überschrittenen Grenzen des Wachstums die Städte nicht Vorreiter für eine notwendige sozial-ökologische Transformation sein? Baustellenschilder wie „Berlin baut für die Wachsende Stadt“ deuten eher auf das Gegenteil hin: ein Mehr an Beton, Versiegelung, Verkehr, Ressourcen- und Landverbrauch. Die Auswirkungen auf kommende Generationen, ländliche Räume und die Biosphäre bleiben ausgeblendet.
Diskussion über Gemeingüter als sozial-ökologische Alternative mit internationalen Gästen.
Teilnehmende: Paula Z. Segal (Rechtsanwältin, New York City), John Jordan (Kunstaktivist), Isabelle Freiaux (ZAD), Marco Clausen (Mitgründer Prinzessinnengarten, Berlin)
|