Planungen Gemeinschaftsgarten Connewitz 2018

(Gu, aus Antrag)

Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V.
im Haus der Demokratie Leipzig
Bernhard-Göring-Str. 152
04277 Leipzig
 
Telefon:    0341-3065-185
Fax:  0341-94674-004

www.ökolöwe.de
  Umweltbibliothek Leipzig  
Montag  13 – 18 Uhr
Dienstag – Donnerstag  10 – 19 Uhr
Freitag                           10 – 13 Uhr
 
Stadtgarten Connewitz
Kohrener/Burgstädter Straße
Dienstag – Freitag  10 – 18 Uhr
  Geschäftskonto
Sparkasse Leipzig
IBAN:  DE07 8605 5592 1111 1057 89
BIC:   WELADE8LXXX
 
Spendenkonto
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN:  DE46 4306 0967 0020 4214 00
BIC:   GENODEM1GLS
  Geschäftsführung
Nico Singer
 
Steuernummer  
231/141/02229 (FA Leipzig II)
 
Vereinsregister-Nummer
VR45 (Amtsgericht Leipzig)
  Mitglied im anerkannten
Naturschutzverband:
 
 
 
 
Antrag auf Förderung des Projektes „Gemeinsam gärtnern :: Zusammen
wachsen“ durch die „Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis“
 
Ein Projekt des Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. | Januar 2018 bis Dezember 2018
 
Kontakt: Christiane Heinichen | Telefon: 0341 3065 114 | E-Mail: christiane.heinichen@oekoloewe.de
 
Zur Organisation:
Der „Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V.“ ist ein anerkannter Umwelt- und Naturschutzverein und die
regionale Plattform für umweltfreundliche Ideen, Projekte und Aktionen. Seit der politischen Wende
1989 engagiert dieser sich für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, gibt Impulse in der
Umweltpolitik und setzt Natur- und Artenschutzprojekte um. Als Verein mit rund 1.200 Mitgliedern
kooperiert er mit kommunalen und überregionalen Initiativen und Netzwerken. Der Verein betreibt die
Leipziger Umweltbibliothek mit 20.000 Medien, organisiert die Ökofete und die Leipziger Umwelttage
und bietet Bildungsangebote für jährlich 5.000 Menschen. Konkrete Projekte des durchführenden
Fachbereiches „Grüne Stadtgestaltung“ sind der Stadtgarten Connewitz, die Fassadenbegrünungs-
kampagne „Kletterfix – grüne Wände für Leipzig“, die Kampagne „Leipzig soll blühen“.
 
Projektbeschreibung:
Die 4.300 m² große „grüne Oase“ wurde 1993 vom Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. von der Stadt
Leipzig gepachtet und genutzt und 2011 durch den Kauf vor einer möglichen Bebauung gerettet. Mit
dem Projekt „Gemeinsam gärtnern :: Zusammen wachsen“ wird der „Stadtgarten Connewitz“ zu
einem sozialen und integrativen Ort entwickelt. Der Gemeinschaftsgarten bindet verschiedene
Nutzer*innengruppen ein. Es etabliert sich eine partizipative Ehrenamtsstruktur. Der Garten bietet
optimale Voraussetzungen, ökologisches Gärtnern in der Stadt zu erfahren. Mit seinem Altbestand an
Obst- und Laubbäumen und der langjährigen konsequenten ökologischen und naturnahen
Bewirtschaftung ist er ein einzigartiges Ökosystem und fördert die Biodiversität und das Mikroklima vor
Ort. Der Prozess ist im April 2017 gestartet und wird 2018 weiter fortgesetzt.
 
Ziele und Maßnahmen für 2018:
Die Fortsetzung der Umstrukturierung mit Fokus auf der gemeinschaftlichen Nutzung des
Gartens durch verschiedene gärtnernde Gruppen wird der Schwerpunkt unserer Aufgaben und
Tätigkeiten im kommenden Jahr bleiben. Wichtige strukturelle und organisatorische
Rahmenbedingungen sind geschaffen und bilden das Fundament. Es liegt eine Gartenordnung vor, die
die relevanten Punkte zum Verhalten im Garten und in der gärtnernden Gemeinschaft regelt.
Verabredet haben die Gemeinschaftsgärtner außerdem feste Gartenarbeitszeiten und einen
regelmäßigen Turnus für die organisatorischen Treffen (Garten-Orga-Kreis). Es gibt bereits eine feste
Gemeinschaft, die sich in 2017 zusammengefunden hat.   
 
Eine Intensivierung der Ansprache bestimmter Zielgruppen (Nachbarschaft, Geflüchtete) lässt den
Kreis der aktiv beteiligten GemeinschaftsgärtnerInnen weiter wachsen. Gemeinsam mit den Mitgliedern
des Syrienhilfe e.V. wird zudem geschaut, wie eine weitere Einbindung aussehen kann und welche
Erwartungen es von dieser Seite gibt. In Erfahrung gebracht werden soll, ob die Bereitschaft besteht,
sich in einem Workshop dem Gemeinschaftsgartenprojekt weiter anzunähern. Außerdem sollen weitere
Initiativen, die mit MigrantInnen arbeiten, gewonnen werden. Geplant ist, im Sommer  zu einem
öffentlichen Gartenpicknick einzuladen. Hier sollen insbesondere die AnwohnerInnen angesprochen -2/4-

und eingeladen werden. Mit der Erstellung und Pflege von Informationsmaterialien (Postkarte, Plakat)
wird das Projekt und die Veranstaltungen in die Öffentlichkeit getragen. Je mehr Engagierte das Projekt
tragen und Aufgaben übernehmen, umso näher kommt das Projekt dem Ziel, selbstragende Strukturen
zu schaffen und den Garten zu einem Ort der Vielfalt, des Miteinanders und der Begegnung zu
entwickeln. Selbstverständlich gibt es auf der Homepage des Ökolöwen und über den vereinseigenen
Emailnewsletter regelmäßige Informationen zum Projektfortschritt, Presse- und Medienarbeit,
Teilnahme an thematischen Veranstaltungen sowie Kooperationen und Netzwerkarbeit.  
 
Die gemeinschaftlich genutzten Beetflächen werden in diesem Jahr weiter vergrößert. Mit drei
Grundlagenworkshops zum ökologischen Gärtnern (Mai, Juni und Juli) werden die
Projektteilnehmenden in die Lage versetzt, ihr Wissen über Gartenarbeit auszubauen und vor Ort
anzuwenden. Die Beteiligungsangebote tragen dazu bei, Benachteiligungen gezielt abzubauen sowie
Teilhabe, Aktivierung und Integration von Geflüchteten, Kindern, Jugendlichen und Anwohner*innen
zu unterstützen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Natur und Gartenarbeit wird wichtige
Umweltbildung vermittelt. So sammeln die neuen „Stadtgärtner“ Kenntnisse über ökologische
Zusammenhänge und erhalten ein Gefühl der Verantwortlichkeit für die Umwelt, das über die eigene
Betroffenheit hinausgeht.
 
Um eine noch stärkere Wahrnehmung in der Nachbarschaft zu erreichen, weitere
GemeinschaftsgärtnerInnen aus dem unmittelbaren Wohnumfeld zu gewinnen und um den Garten
weiter in den städtischen Raum zu integrieren, wird der Garteneingang zum vielbesuchten Park am
Hildebrandplatz verlegt. Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten mit dem Garten auch in den
Park mit seinen vielen BesucherInnen hinein zu wirken.  
 
Um die baulichen Rahmenbedingung zu verbessern, wird 2018 der Ausbau der vorhandenen
Infrastruktur (Stromanschluss, Wasserleitung, neuer Werkzeugschuppen) forciert. Dabei soll der
Charakter des Gartens, mit seiner naturnahen Gestaltung und Ausstattung erhalten bleiben, denn er ist
es, der ihn zu einem einmaligen Kleinod in Leipzig macht. Er ist aufgrund der naturnahen
Gartenelemente, seiner Artenvielfalt und seinem wertvollen Altbaumbestand ein einzigartiger lokaler
Beitrag zu Klimaschutz und zum Erhalt der Biodiversität. Er erfüllt damit auch eine wichtige ökologische
Funktion.  
 
Der Ökolöwe fungiert weiterhin als Rahmengeber und Moderator in diesem Prozess und berücksichtigt
die möglichen Sprachbarrieren und die Verbindlichkeit eines Aktionsplanes für den Garten. Auch soll
eine mehrsprachige Gartenbeschilderung entstehen. Gleichzeitig werden Austauschrunden zu
gartenbaulichen Themen initiiert und gemeinsame Aktivitäten – interkulturelle Koch- und
Musikveranstaltungen – durchgeführt.