(Gu aus Antrag)
Die Gartengemeinschaft wurde aus der TT-Initiative Dießen/Ammersee-West heraus im Jahr 2014
gegründet in dem Sinn, einen Gemeinschaftsgarten von z.Zt. ca. 1000 qm in Dießen-Wengen zu
betreiben mit folgenden Vorgaben:
Wir sind mit Kindern ca. 30 Personen, die sich einen Acker teilen. Der Waldkindergarten Dießen ist auch
mit von der Partie. Hier gärtnern zusätzlich ca. 18 Kinder mit Erwachsenen auf ihrem Fleckchen.
Unser Paradieserl hat private Gartenparzellen und Gemeinschaftsflächen, da Gemeinschaft ohne
Individuum nicht klappt und Individuum ohne Gemeinschaft auch nicht. Daher kann bei uns eine Privat-
Parzelle bewirtschaftet werden, immer verbunden mit Arbeitsverantwortlichkeit zum Wohle der
Gemeinschaft auf Gemeinschaftsflächen oder in anderen Gemeinschaftsarbeiten.
Gemeinschaftsprojekte sind z.B. ein Erdbeerbeet, ein Heukartoffelprojekt oder andere Anbauversuche
und die Kompostbereitung.
Wir pflegen das Stückchen Erde nach den Prinzipien der Permakultur und unsere Gemeinschaft pflegen
wir durch eine Kreiskultur. Entscheidungen werden in den Kreisen konsensorisch getroffen.
Wir erledigen kleine Dinge eigenverantwortlich, alleine oder in Arbeitsgruppen, besprechen alles Wichtige
im Kreis, lernen gemeinsam, organisieren Vorträge und bilden uns in alten Kulturtechniken wie Sensen
dengeln, Obstbaumschnittschule und auch in den Bereichen Kommunikation und Umgang in der Gruppe
weiter. Nach dem Motto: Vielfalt im Garten, Vielfalt im Leben.
Die geringe Pacht für die Fläche wird mit einem Beitrag der Mitglieder bestritten, der sich an deren
Individualfläche orientiert. Außerdem wird einmal jährlich eine Öffentlichkeitsveranstaltung mit Vortrag
organisiert, der geringe Einnahmen für die Gemeinschaftskasse abwirft. Die Ausstattung wurde bisher aus
dieser Kasse finanziert oder durch Privatgaben gestellt.
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt aber, dass dies für eine zufriedenstellende Bewirtschaftung nicht
ausreicht und eine größere Investition, auch in Motorgeräte nötig ist. Zwar ist eine unmotorisierte
Bewirtschaftung der ursprüngliche Gedanke, aber mit den vorhandenen Ressourcen kaum zu bewältigen.