(Gu aus Newsletter (Seitentriebe)
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GG hechtgrün: Ein guter Ort, um mit Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung darüber zu plaudern, was Gemeinschaftsgärten eigentlich für die Stadt bedeuten. Zu Gast waren Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen, Stadträtin Kati Bischoffsberger und Sebastian Kaiser für das Gartennetzwerk. Alle drei haben sich in den letzten Jahren für Gemeinschaftsgärten in Dresden stark gemacht, jede/r auf seine eigene Art und Weise. So konnte Kati Bischoffsberger mit ihrer Fraktion im Stadtrat Haushaltsmittel für die Unterstützung von Gemeinschaftsgärten frei machen und sich für den Erhalt der Hufewiesen als offene Grünfläche einsetzen. Eva Jähnigen sorgte für eine gute Kommunikation in der Verwaltung. So haben die Gemeinschaftsgärten nun konkrete Ansprechpartner*innen beim Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft (ASA), wo die bürgerschaftlichen Projekte mittlerweile sehr gewertschätzt und als kreativ gepflegte Grünflächen ernst genommen werden. In einer Stadt wie Dresden, in der eine Spannung zwischen Zuzug, Neubau und (im Sinne kurzer Wege) gewollter Verdichtung auf der einen Seite und dringend benötigte Lebensqualität wie auch Klimaanpassung durch Grün-/Erholungsflächen auf der anderen Seite herrscht, sind Gemeinschaftsgärten und andere Nutzungskonzepte von Freiflächen sehr wichtig. Eva Jähnigen betont in diesem Zusammenhang, dass dies nicht nur Augabe der Verwaltung sei, sondern nur aus einem dialogischen und offenen Miteinander entstehen kann: „Die Stadt sind wir alle“.
So gibt es inzwischen die Möglichkeit, auch für Privatpersonen simple Pflegeverträge zur Nutzung und Bepflanzung von Baumscheiben im öffentlichen Raum abzuschließen. Wer eine Baumscheibe in seinem Stadtteil oder vor der eigenen Haustür beackern möchte, kann sich einfach beim ASA melden.
Innerhalb der Verwaltung wird zurzeit aktiv nach weiteren Flächen Ausschau gehalten, die langfristig Potential für Gemeinschaftsgärten haben und zur Verfügung gestellt werden können.
Sebastian knüpft daran an und erzählt, wie der Johannstädter Gemeinschaftsgarten einen Hecksler vom Regiebetrieb der Stadt nutzen konnte, um Holzschnitt zu verarbeiten. Auch beim Umzug des Hechtgrüns gab es Unterstützung beim Transport der Hochbeete: „Einfach mal nachfragen.“
Möglich wurde dieser gute Kontakt in Politik und Verwaltung auch, weil das Gartennetzwerk durch regelmäßige Treffen und feste Ansprechpersonen eine gute Struktur bereitstellt. Darüber finden jährlich Treffen mit Politik und Verwaltung statt, wo gemeinsam Herausforderungen, Potentiale und Ideen diskutiert werden.