(Bericht von Najeha)
Das Seminar war für die GärtnerInnen im Interkulturellen Garten, mehrere von den Teilnehmerinnen haben einegeistige Behinderung, durch den Garten versucht die Organisatorin, sie in Bewegung zu bringen, damitsie normal mit den anderen im Garten aktiv werden.
Die Stadt Frankfurt-Oder hat viele Flüchtlinge aufgenommen, der Grund ist,die Stadt hattefrüher90000 Einwohner, heute sind es nur 60000, wie mir Frau Krause erzählte.
Die meisten Flüchtlinge (die noch nicht interviewt wurden) wohnen in normalen Wohnungen, weil viele Wohnungen leerstehen.
[…] Im Garten tauchen nicht viele Flüchtlinge auf, außer dem iranischen Arzt Herr Farrokh und Samar.
Ich habe Frau Kurzwelly gefragt: Warum sind wenig Flüchtlinge im Garten?
Die Antwort war, dass ein aktives Mitglied im Garten sehr anstrengend ist und viel verlangt.
Am nächsten Tag, als ich mit diesem Mitglied im Garten war, habe ich gemerkt, wie anstrengend diese Frau wirklich ist.
Als Beispiel:Samar hat eine schöne Parzelle mit Kräutern, viele Tomatenpflanzen, manche Blätter sind krank, und das Mitglied verlangt von Samar, die kranke Blätter abzumachen, nicht auf dem Kompost zu werfen, sondern mit nach Hause zunehmen. Die arme Samar versteht nicht, was die andere will.
Am Samstag den 01.Oktober um 10:00 Uhr haben 13 Frauen und ein mutiger Mann (Herr Farrokh), darunter drei neue geflüchteteFrauen aus Palästina und Syrien sich im Raum getroffen und warteten auf die Erklärung: Was wird heute gekocht?
Am Anfang habe ich über die Esskultur in den Irak berichtet, dann drei Gerichte vorgestellt und die Teilnehmerinnen in drei Gruppen geteilt. Sie sollten ein Gericht wählen und bei der Vorbereitung mitmachen.
Ich habe versucht, das Engagement der Flüchtlinge zuzeigen und anzuerkennen. Die Organisatorin hat nur Schritt für Schritt fotografiert.
Die Veranstaltung war informativ und eine Gelegenheit, dassdie neuen Geflüchteten mit den Deutschen zusammenkommen, sich kennenlernen und austauschen.