Freiberg: GG mit Flüchtlingen entsteht in Kleingartenanlage

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Mit einem besonderen Gartenprojekt sollen verschiedene Gruppen der Gesellschaft durch gemeinsames Gärtnern zusammengebracht werden. In Freibergs ersten Gemeinschafts- und Integrationsgarten gehen Bergstädter und Flüchtlinge seit kurzem gemeinsam ans Werk. „Ziel des Pilotprojektes ist es, dass durch das gemeinsame Gärtnern Grenzen der Fremdheit bei Jung und Alt, alteingesessenen Freibergern und Flüchtlingen überwunden werden“, sagt Holger Lueg vom Naturschutzbund (Nabu), Kreisverband Freiberg. In der Kleingartenanlage „Am Häuersteig“ hat der Verein einen geeigneten Garten für das Projekt gepachtet. Derzeit gestalten 30Mitwirkende die 600 Quadratmeter große Fläche im Sinne des „urban gardening“ als Nutzgarten um.

Bisher haben die Gartenfreunde das brach liegende Gelände bei mehreren Arbeitseinsätzen auf Vordermann gebracht und beachtliches geleistet. Neben dem Zaunwinden- und Brombeerendickicht wurden im Boden steckende Eisenrohre und -pfosten entfernt. Zudem haben Freiberger und Flüchtlinge auch den Abriss der alten Gartendoppelbaracke bewältigt.

„Schon die ersten Einsätze zeigten überwältigendes Interesse. Die Leute wollen gärtnern und einfach sinnvoll tätig sein“, resümiert Holger Lueg. In Zukunft soll in dem Gemeinschaftsgarten jeder sein eigenes Stück Land bewirtschaften können. „Wir wollen etwa ein Drittel der Fläche als naturnahe Biotopfläche mit Wiese und Gartenteich sowie einen Gemeinschaftsbereich gestalten“, erzählt Lueg. Die anderen zwei Drittel der Fläche sind als Nutzgarten mit Beerenstrauchhecken und Grabeland vorgesehen.

„Wir wollen auch eine Hütte und eine Terrasse bauen, ein Hügelbeet anlegen, und Beerensträucher pflanzen“, erläutert Lueg. Für das Projekt würden derzeit noch Unterstützer gesucht.

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