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Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten Himmelbeet in der Ruheplatzstraße 12 startet in die Gartensaison. Mit dem neuen Projekt „tuml“ wollen sich die Kiezgärtner mit dem Thema Inklusion und Barrierefreiheit auseinandersetzen.
„tuml“ steht für „Teilhabe und Mitbestimmung leben“. Am 22. April (10 bis 16 Uhr) soll das ökologische Ehrenamtsprojekt im Himmelbeet gestartet werden. Soziale Träger, Nachbarn mit und ohne Behinderung und alle Interessierten sind eingeladen, sich beim Auftaktreffen mit Fragen rund um Inklusion und Barrierefreiheit zu beschäftigen. Es geht darum, den Garten für alle nutzbar zu machen.
Es geht nicht nur darum, dass Behinderte zum Beispiel mit dem Rollstuhl problemlos in den Garten kommen. Auch Sprachbarrieren können die Leute abhalten, sich in den Garten zu trauen. Um vielleicht schüchternen Neugärtnern die Angst zu nehmen, in den offenen Himmelbeet-Garten zu kommen, will Brockmann mit ihrem Team an zwei Tagen auf neue Besucher zugehen. Dienstags von 14 bis 19 Uhr soll es immer einen Mitmachtag im Gemeinschaftsgarten geben. Sonnabends von 11 bis 16 Uhr sind Bauaktionen, Workshops und ein gemeinsames Picknick geplant.
Der Gemeinschaftsgarten Himmelbeet wurde 2013 eröffnet. Nachbarn beackern hier insgesamt 170 Pachtbeete und bauen Obst, Gemüse oder Kräuter an. Derzeit sind alle Hochbeete (60 Euro pro Saison) vergeben. Interessenten können sich auf eine Warteliste setzen lassen oder im Gemeinschaftsgarten mitbuddeln. Dort gibt es weitere 130 Hochbeete. Die gemeinnützige Firma Himmelbeet beschäftigt fünf Mitarbeiter. Mit den ehrenamtlich Aktiven und den über Projektgelder finanzierten Himmelbeet-Aktivisten besteht das Team aus 20 Leuten.