(Gu aus Antrag und Antworten)
Das Gartenprojekt ensteht unmittelbar neben einer Gemeinschaftsunterkunft. Bis Oktober 2015 war dort ein Bauspielplatz, auf dem schon einige Beete hauptsächlich von Kindern gepflegt wurden. Die Betreiber der Unterkunft setzten sich mit für das Gartenprojekt ein – die Fläche ist 490m2 groß. Sie wollen regelmäßige Öffnungszeiten und mehr als „nur“ gärtnern. Mit Annalinde ist eine Kooperation geplant, da der Obstgarten in unmittelbarer Nähe ist.
– zur Zeit sind zwei Familien regelmäßig dabei und Kinder und andere Erwachsene lose, ab und zu. Meistens kommen die Leute rüber, wenn jemand von uns da ist. Bald soll allerdings ein direkter Zugang in Form eines Tors von dem Grundstück der Unterkunft zum Garten gebaut werden. Dadurch erhoffen wir uns, dass die Hemmschwelle sinkt, in den Garten zu gehen.
Außerdem soll am kommenden Sonntag die Fläche, auf der individuelle Beete entstehen sollen, an Interessierte verteilt werden, sodass der persönliche Verantwortungsbereich und Handlungsbereich der einzelnen Personen größer wird. Vor einigen Wochen haben wir Hasen von einem Nachbarn geschenkt bekommen, die jetzt von einer Gruppe Jugendlicher aus der Gemeinschaftsunterkunft versorgt werden. Unserer Gruppe hat sich trotz gleichbleibender Größe in ihrer Konstellation geändert. Von der Gruppe vor zwei Jahren sind noch vier Personen dabei und drei sind neu dazu gekommen. Bisher haben wir aus der Nachbarschaft eher Sach- und Pflanzenspenden bekommen und Interesse, aber noch keine aktiven GärtnerInnen. Allerdings kann sich da jetzt erst richtig was entwickeln, da den Winter über im Garten nur sporadisch gearbeitet wurde und bis Oktober letzten Jahres ja noch Bauspielplatz dort war. Drei Personen der Gruppe sehen sich eher als Planungskoodinatoren, die restlichen vier wollen vor allem gärtnern.
– die Anzahl der Beete ist noch nicht festgelegt, flächenmäßig wird das etwa auf der Hälfte des Grundstücks passieren. Bisher gibt es zehn Gemeinschaftsbeete und wir sind gerade dabei entlang der Grundstücksgrenze weitere Gemeinschaftsbeete anzulegen.
– die Kosten für Gartengeräte ist eine Annahme auf der Grundlage, dass wir bisher neben ein paar Schaufeln nichts an Geräten haben. Wenn du den Betrag zu hoch einschätzt, ist es sicherlich realistisch. Da fehlt uns m.E. Erfahrung, um die Ausgaben im Zusammenhang mit der Grundstücksgröße gut einschätzen zu können.
– Gestaltungs- und Baumaterial ist geplant für Kompostanlagen, Beetbegrenzungen, einen Unterstand mit Regenrinne, Sitzgelegenheiten und Feuerschale, einen neuen Geräteschuppen, ein neues Gehege für die Hasen, Material für Hügelbeetbau. Außerdem haben sich einige HausbewohnerInnen gewünscht einen Lehmofen zu bauen.
– bei dem Gartenhäuschen gehen wir gerade noch von einem Fertigmodell aus, da wir darin eine kleine Bibliothek planen, sowie eine gemütliche Sitzgelegenheit und eine Möglichkeit Tee zu kochen. Wenn wir eine Person finden, die die Expertise hat, ein gutes, stabiles Häuschen zu zimmern, würden wir die Möglichkeit bevorzugen.
– Strom und Wasser können wir wahrscheinlich aus der Unterkunft bekommen, allerdings ist noch nicht geklärt, wie das logistisch umgesetzt wird. Regenwasser wollen wir in 1000l-Tanks auffangen.
– Wir haben das Projekt bereits mehrmals in der Unterkunft vorgestellt und im Winter auch einige Treffen mit den BewohnerInnen gehabt, an denen wir die Bedürfnisse abgefragt und gemeinsam einen Plan erstellt haben, was auf der Fläche passieren kann. Eine regelmäßige Beteiligung ist bisher nur von den o.g. zwei Familien und den Jugendlichen, die sich um die Hasen kümmern, vorhanden.
– wie schon erwähnt gibt es bereits Gemeinschaftsbeete, weitere entstehen, aber es soll auch individuelle Beete geben, was auch von den BewohnerInnen sehr gewünscht wurde.