(Gu, Mail, 7.12.)
im Rahmen des Förderprojektes Jugend.Stadt.Labor nehmen wir, der Second Attempt e.V., Bedürfnisse junger Menschen auf, um sie bei der Umsetzung ihrer eigener Ideen zu unterstützen. Seit März diesen Jahres baut eine Gruppe junger Menschen ein Urban Gardening Projekt auf. Ihr Ziel ist es einen Hügel mit Gemüse zu revitalisieren und aus einem alten Lagerhaus ein Gewächshaus aufzubauen. Dies geschah im Laufe des Jahres durch mehrere Arbeitseinsätze zusammen mit Flüchtlingen. Leider geriet der Umbau ins stocken, so dass mit der Fertigstellung erst im Frühjahr nächsten Jahres zu rechnen ist. Der Hügel konnte erfolgreich umgestaltet werden, so dass die Ernte sehr Ertragreich ausfiel.
Die Pause bietet uns die Chance, das Konzept zu überarbeiten und zusammen mit weiteren Initiativen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, einen interkulturellen Stadtgarten zu entwerfen.
Die Vorraussetzungen in Görlitz sind denkbar gut. Wir reaktivieren seit 2014 eine Industriebrache in der Nähe des Zentrums in einem “benachteiligten” Stadtquartier, in den Flüchtlinge dezentral untergebracht sind. Aufgebaut haben wir bisher eine offene Kreativ-Werkstatt (vor allem auch genutzt im Projekt „Werk.Stadt.Garten 2015“, welches Ihnen eventuell bekannt ist). Parallel renoviert eine Gruppe junger Schüler eine alte Kantine, um einen neuen Jugendtreff zu etablieren. Außerdem hat sich der Verein als Betreiber eines Zentrums für Jugend- und Soziokultur beworben. Die Entscheidung wird hierzu Ende Februar vom Stadtrat getroffen.
Ergänzung, Mail vom 9.12.:
Größe:
– potenzielles Gewächshaus in Aufbau (ca. 90 qm)
– schon genutzter Erdhügel (ca. 250 qm)
Projektbeschreibung: Ein Erdhügel wird gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und junge Erwachsenen unterschiedlicher Kulturkreise bei der Energiefabrik zu Görlitz revitalisiert. Sie schaffen einen Rahmen für städtische Naturerfahrung, für Selbermachen, für Begegnung und Gemeinschaft. Die Industriebrache im Zentrum wird entmüllt und bepflanzt. Ein praktischer Lernort für Kinder entsteht, neue Impulse werden geschaffen, die Kulturen und das gemeinschaftliche Zusammenleben bereichert und darüber hinaus gewinnt der Stadtteile an Lebensqualität.
Personen: Über den Sommer bestand die Gruppe aus sechs jungen Personen, die in Görlitz studieren oder bereits arbeiten. Bei mehreren Arbeitseinsätzen waren regelmäßig bis zu 20 Flüchtlinge und Bürger beteiligt. Durch den Winter ruht das Projekt erst einmal, doch besteht das Kernteam immer noch.