Projektbesuch des Gartenprojekt auf GU Gelände in Kassel

(Gu, Projektbesuch)

In einem ehemaligen Kinderkrankenhaus im Park Schönfeld in Kassel (4 Tram-Stationen vom Rathaus entfernt) leben derzeit 370 Flüchtlinge. Die Anzahl der BewohnerInnen ist in den letzten Monaten sprunghaft gestiegen.
Es gibt ein großes Außengelände, Träger ist eine private Firma. Die Caritas macht Sozialberatung u.ä – und sie haben ein Gartenprojekt auf dem Außengelände initiiert. Da lange Baustelle war (Treppenhäuser wurden nachgerüstet), haben sie die Hochbeete (Aufsetzrahmen) an verschiedenen Stellen aufgebaut. Sie haben am Eingangsbereich an bisher mit Zierpflanzen bepflanzten Stellen Kräuter gesetzt, Kartoffeltürme aus Drahtgeflechten gebaut, Beerensträucher gesetzt. So gibt es nicht eine Stelle, an der ein etwas größeres Projekt sichtbar wäre, sondern an einigen Stellen sind kleinere Beete entstanden. Aufgebaut wurden die Hochbeete und Sitzgelegenheiten von Azubis, Flüchtlinge haben aber wohl „tatkräftig mitgeholfen“. Die Caritas hat über eine Stiftung Honorare für die gärtnerische Betreuung der Beete, so dass jemand 2x/Woche vor Ort ist und zum Mitgärtnern einlädt. Kinder sind immer mit Begeisterung dabei, beim Bauen auch Männer, Frauen haben sie noch nicht so richtig erreicht – einige Leute machen aber gerne mit.
Die Leute von der Caritas sind sich nicht ganz grün mit der Betreiberfirma. Diese macht im Außengelände gar nicht, schafft dort auch keine Möglichkeiten, sich hinzusetzen, reaktiviert vorhandene Spiel/Sandplätze nicht wirklich, schmückt sich aber mit den Beeten und Bänken, die im Rahmen der Caritas-Aktivitäten entstanden sind.
Leute aus der Nachbarschaft sind nicht dabei und das wird eventuell auch gar nicht möglich sein, wie wir die Caritas-Mitarbeiterinnen sagten. Die Firma guckt wohl genau, wer kommt und um die Sicherheit der BewohnerInnen zu gewährleisten, kann nicht einfach jeder auf das Gelände. Ob es Möglichkeiten für eine Art feste Gruppe gibt, ist unklar. Sie wollen das eruieren, haben aber auch noch keine Kontakte in die Nachbarschaft rund um das Gartenprojekt geknüpft. Sie schätzen das aber als schwierig ein.
Geräte, Bänke, Feuerschalen sind in einer Garage untergebracht – Gießkannen sind wohl auch außerhalb der Gartenzeiten für alle verfügbar.