(Gu aus alerts)
Die Grünen setzen sich für Urban Gardening ein Die ganze Stadt in einen blühenden Garten zu verwandeln: Das ist die Idee, die hinter dem Begriff Urban Gardening steckt. Dabei könnten zum Beispiel Bürger Freiflächen, Brachen, Mauern und sogar Dächer in eigener Regie mit Blumen und Gemüse bepflanzen. Grüne Oasen mitten in der Stadt. Viele Städte haben dieses Umweltprojekt der Zukunft bereits realisiert. Auch in Treptow-Köpenick gibt es viel Potenzial für Urban Gardening. Deshalb wollte Dr. Claudia Schlaak (Bündnis 90/Die Grünen) vom Bezirksamt wissen, welche Möglichkeiten es gebe, dieses Projekt zu fördern und ob bereits ein Entwicklungskonzept für den Bezirk besteht.
Kleinteilige Formen
Mit der Antwort auf ihre Anfrage ist die Bezirksverordnete nicht zufrieden. Die Wirtschaftsförderung würde zwar Unternehmer unterstützen, die sich mit innovativen Geschäftsideen auseinandersetzen, für die eher kleinteiligen Formen des Urban Gardenings sehe das Stadtentwicklungsamt allerdings keine Möglichkeit, Kapazitäten für eine personelle und finanzielle Unterstützung freizustellen. Außerdem würden die Kleingartenparzellen von Amts wegen bereits unterstützt. „Kleingärtenförderung ist aber nicht der Sinn von Urban Gardening. Es geht ja um Freiflächen, die stärker genutzt werden sollten“, sagt Schlaak. Dem Bezirksmt fehlten Kreativität und Flexibilität. Der Hinweis auf Vandalismus bei einer Förderung des Urban Gardenings deute auf eine negative Einschätzung der Bürger hin. Außerdem fehle es bei der Reaktion auf ihre Anfrage an einer Stellungnahme, wie der Bürger über Urban Gardening informiert werden kann. „In anderen Städten hat man durch das Urban Gardening Synergieeffekte erzielt, indem die Grünflächen durch Bürger gepflegt werden. Dadurch könnte das Bezirksamt entlastet werden“, sagt Schlaak. Man solle endlich anfangen, über Urban Gardening zu informieren.
Interessierte Bürger
Das Potenzial im Bezirk sei groß. Man könne beispielsweise an öffentlichen Flächen, wie das in Hannover schon der Fall ist, Pflanz-Bottiche aufstellen. Im Schlesischen Busch sollte man den Bürgern mehr Möglichkeiten lassen. Auch der Madrellaplatz oder der Bahnhof Köpenick, der einen Vorplatz mit viel Asphalt hat, würden sich eignen. Ebenso könne man beim Forum Köpenick auf dem großen, breiten Gehweg Bottiche aufstellen. Zudem gebe es im Bezirk mehrere kleine Flächen, die genutzt werden könnten. Auch die Wuhlheide mit ihren vielen Brach- und Asphaltflächen, eigne sich dafür. „An unseren Infoständen wollen die Bürger immer
wieder wissen, wo sie sich über Urban Gardening informieren können“, sagt Schlaak.
http://www.abendblatt-berlin.de/2015/04/30/bluehender-bezirk/