Meßkirch gestaltet Platz mit urban gardening Möglichkeiten neu – Gruppe gibt es noch nicht

(Gu aus alerts, 25.3.)

„Bald könnten knackige Tomaten neben gelben Sonnenblumen in Meßkirchs Zentrum wachsen – die Freifläche an der Ecke Jahnstraße und Fuchsgasse ist neu gestaltet worden, hier soll sich die Idee des „Urban Gardening“ (zu deutsch: urbaner Gartenbau) entfalten. „Urban Gardening“ liegt im Trend: In Städten pflanzen Bürger auf gemeinsam bewirtschafteten Beeten und Grünflächen Gemüse, Blumen und Kräuter an. „Das fördert den Gemeinschaftssinn und bringt ein Stück Nutzgarten in die Stadt“, sagt Meßkirchs Stadtbaumeister Thomas Kölschbach.Die Neugestaltung der ehemaligen „Schmuddelecke“ rund um den Brunnen habe rund 14000 Euro gekostet, berichtet der Stadtbaumeister. „Es ist eine kleine Maßnahme, die einfach zu realisieren war und das Stadtbild verschönert.“
Drei Hochbeete aus Carbonstahl befinden sich auf neu gestalteten Platz: Sie sind drei Meter lang und 1,50 Meter breit. Mitarbeiter des Bauhofs haben sie mit Humus beziehungsweise Gartenerde befüllt. Robinienstämme in den Farben Blau, Weiß, Rot sollen an Meßkirchs Partnerstadt Sassenage in Frankreich erinnern. Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Jetzt kann sich die Meßkircher Stadtbevölkerung hier im Gärtnern versuchen.
Angebaut werden kann alles, was sich für Hochbeete eignet: „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man kann hier beispielsweise Kräuter wie Thymian oder Liebstöckel sowie Gemüse wie Tomaten oder Radieschen anbauen“, erklärt Heyer. Auch Sonneblumen oder Malven seien denkbar, sagt Stadtbaumeister Kölschbach: „Wir wollen den Bürgern keine Vorgaben machen.“ Etwa zwei Personen können sich je ein Hochbeet teilen.
Die Idee zur Neugestaltung der ehemaligen „Schmuddelecke“ beruht auf den Umfrageergebnissen der Imakomm Akademie, die gerade ein Innenstadtkonzept für Meßkirch erstellt. „Dabei kam heraus, dass das Stadtbild den Anwohnern sehr wichtig ist. Mit dem ,Urban Gardening’ möchten wir einen Wohlfühleffekt erzeugen. Alle Menschen sollen den neuen Platz genießen“, erklärt Bauamtsmitarbeiterin Sieglinde Heyer.
Der neugestaltete Platz in der Innenstadt soll einen eigenen Namen bekommen. Er wird voraussichtlich am Samstag, 9. Mai, bekanntgegeben – am bundesweiten Tag der Städtebauförderung. Stadtbaumeister Kölschbach schwebt vor, die Namensfindung mit einem Ideenwettbewerb zu verknüpfen.
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Die Stadt Meßkirch sucht Pflanz-Paten für die drei Hochbeete. Wer Interesse hat, dort Gemüse, Blumen und Kräuter zu züchten, kann sich beim Stadtbauamt melden“

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