Im Auftrag der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden e.V. suche ich nach Unterstützern für unser eigenes Gartenprojekt.
Als gemeinnütziger Verein sehen wir uns der Gesellschaft und dem Leben verpflichtet. Daher wollen wir an unserem Standort, der vielen Juden in der Vergangenheit den Tod brachte, nun nachhaltiges Leben, sowohl ökologisch wie auch sozial entgegensetzen
Die Jüdische Kultusgemeinde am Alten Leipziger Bahnhof bringt junges, vielfältiges
jüdisches Leben in die Dresdner Neustadt. Durch ihre Offenheit und ihre
Zusammenarbeit im Rahmen unterschiedlicher Netzwerke macht die Gemeinde
jüdische Kultur auch für eine breitere Gesellschaft erfahrbar und lebendig. Zugleich ist
der Ort des Gemeindezentrums auch eine Brücke vom dunklen Kapitel der Shoah zu
einer modernen, demokratischen Stadtentwicklung. Vom Areal des Alten Leipziger
Bahnhofs wurden die meisten Dresdner Jüdinnen und Juden in Vernichtungslager
deportiert. Heute ist die Präsenz einer jüdischen Gemeinde am Ort der Vertreibung und
Vernichtung ein Sieg der Überlebenden und ihrer Nachkommen.
Der geplante Gemeindegarten am Alten Leipziger Bahnhof soll ein offener,
klimaresilienter und historisch sensibler Begegnungsraum für Gemeindemitglieder und
die Öffentlichkeit sein. Er basiert auf den Prinzipien Interaktion, Transparenz und
Nachhaltigkeit.
• Interaktion: Der Garten bietet Hochbeete für urbanen Anbau, Sitzgelegenheiten,
eine kleine Bühne und mobile Pflanzkästen, um vielseitige Veranstaltungen wie
Konzerte, Hochzeiten und Workshops zu ermöglichen.
• Transparenz: Die Gestaltung integriert die historischen Strukturen des
ehemaligen Bahnhofs und Deportationsortes, wobei ein Amphitheater und
mobile Elemente die starre Geometrie auflockern.
• Nachhaltigkeit: Durch heimische Bepflanzung, Regenwassernutzung und
wartungsarme Strukturen wird der Garten klimaresilient und pflegeleicht
gestaltet.
Hauptbestandteile der Anlage:
• Ein Amphitheater für Veranstaltungen
• Hochbeete für Gemüseanbau
• Wildhecken und Blühstreifen für Biodiversität
Ein mobiler Pavillon (Sukka) für das Laubhüttenfest
• Eine barrierefreie Rampe für den Zugang
Der Garten wird größtenteils ehrenamtlich gestaltet, wobei Materialspenden und
gezielte Investitionen in Baumaterial und Fachkräfte die Umsetzung unterstützen