(Gu aus Antrag, 6.11.)
Aus dem Antrag: „Der gemeinnützige Verein KulturPflanzen e.V. ist ein Zusammenschluss von Anwohner_innen der Bremer Neustadt, die den ehemals brachliegenden Lucie-
Flechtmann-Platz in nachbarschaftlicher Selbstorganisation zu einem grünen Erholungsraum umgestalten möchten. Der Verein hat sich aus der Initiative „Ab geht die Lucie“ entwickelt,
die seit Sommer 2013 einen öffentlich zugänglichen, jederzeit nutzbaren Gemeinschaftsgarten auf dem Lucie-Flechtmann-Platz unterhält. Zu unseren Aktivitäten
auf „der Lucie“ gehören das Anlegen und die gemeinsame Pflege eines urbanen Gartens, die Durchführung von unkommerziellen Veranstaltungen wie z.B. Nachbarschaftsessen,
Flohmarkt oder Sommerfesten und der Aufbau eines Umweltbildungsprogramms im Stadtgarten.[…] Doch die fehlende Infrastruktur auf dem grauen, zubetonierten Platz (kein Wasser- und Stromanschluss, keinerlei Wetterschutz) erschwert immer wieder das Engagement. Eine langfristige Umgestaltung war daher von Beginn an Ziel der Initiative. In Zeiten des
Klimawandels bedarf auch Bremen Anpassungsmaßnahmen, die u.a. durch Entsiegelung von Flächen erreicht werden sollen (vgl. www.klas-bremen.de). Eine Lucie-Entsiegelung
und anschließende Gestaltung durch Bürger_innen-Hand kann einen einzigartigen Ort entstehen lassen, an dem Ideen für ein zukunftsfähiges Bremen umgesetzt, weiterentwickelt
und erprobt werden. Diese angestrebte Umgestaltung mit hohem Grad an Bürger_innenbeteiligung wird nun durch die Bremer Stadtplanung in einer Werkstatt
diskutiert und vorbereitet.
Der Kalender: Um das Projekt „Ab geht die Lucie!“ für den bevorstehenden Bürgerbeteiligungs-Prozess noch mehr im Stadtteil zu etablieren und Hintergrundinformationen niedrigschwellig
zugänglich zu machen, soll ein Wandkalender 2015 gestaltet und im Stadtteil verbreitet werden. Auf den verschiedenen Kalenderblättern sollen jeweils einzelne Elemente des
Gartensprojektes vorgestellt werden, wie bspw. die basisdemokratische Gruppenstruktur, die Fairteiler-Einrichtungen (Bücherschrank, Kleidertauschkiste, food sharing
Schrank), die durch einen Biomeiler beheizte Garten-Bibliothek u.v.m.. Der Kalender soll anschließend in Cafés und öffentlichen Einrichtungen verteilt werden,
aber auch Privatleute und Entscheidungsträger adressieren. Die vermittelten Inhate sollen zum Mitwirken im Projekt anregen, dessen Akzeptanz fördern, die für vielen noch
neuen Projektideen verbreiten und dadurch den anstehenden Bürgerbeteiligungsprozess vorbereiten und erleichtern.