(Gu, Projektbesuch, 30.10.)
Die beiden Münchner Gartenprojekte „Kulturgarten“ und „Bienengarten“ (beide in Hadern) mussten ja umziehen. Es gibt nun ein Projekt in Soll, den Sonnengarten und eins in Pasing, den Bienengarten. Es sind ein paar GärtnerInnen mitgezogen. In Soll hat die auch schon im Bienengarten aktive Gartensprecherin (die auch in Solln – zusammen mit zwei anderen diese Aufgabe übernommen hat) zusammen mit einer Vorbereitungsgruppe schon im Frühjahr des Jahres Grundstücke gesucht und über Herrn Ernstberger (Stadt München) ein kommunales Grundstück gefunden. Nebenan hat sich dann gleich ein Krautgarten angesiedelt. Der Bezirksausschuß hat das Vorhaben des IGs zunächst abgeleht. Sie mussten das OK von allen AnwohnerInnen einholen und es haben nicht alle ihr OK gegeben. Danach kam raus, dass der BA das gar nicht so hätte verlangen dürfen – und nun also ist der Garten dort entstanden. Sie wissen die Historie des Grundstücks nicht, doch war vorher lange eine Brache dort. Der IG und auch der Krautgarten haben „Erdbeete“. Der Sonnengarten ist sehr viel kleiner als der Bienengarten vorher. Sie haben einen Zaun gebaut und ein Häuschen und haben ein paar IBC-Kanister. Doch Wasser haben sie noch nicht. Der Hydrant ist auf der anderen Seite der Straße, der Krautgarten will nicht das Wasser mit ihnen teilen (es gab da Konflikte, da der IG das zunächst nicht wollte), ein Wasseranschluß ist teuer. Doch sie wollen in die Richtung eigener Wasseranschluß gehen. Im IG sind nicht viele MigrantInnen. Alle Parzellen waren gleich belegt, es gibt eine Warteliste. Es sind auch ein paar Kinder (nur teilweise mit ihren Eltern) dabei, die vorher auf der Brache gespielt haben. Die Eltern hatten die Idee, so dass die Kinder weiter den Ort nutzen können, nur eben auf andere Weise. Es gab schon ein paar Konflikte zwischen Koordinatorin und einer türkischen Familie, die in einem kleinen Mediationsverfahren aufgelöst werden konnten: Missverständnisse der gegenseitigen Erwartungen. Zu den monatlischen Treffen kommen 2/3 der GärtnerInnen. Nun wollen sie noch wöchentliche Gartentage einführen, so dass es die Möglichkeit gibt, gemeinsam vor Ort zu sein und besser in Konatkt zu kommen.