(Gu, Projektbesuch im Rahmen Workshop, 20.9.)
In Dresden Löbtau entsteht ein neuer Park (EU-Mittel). In Bürgerbeteiligungsrunden kam u.a. der Wunsch nach einem Garten auf. Die Stadt ist auf bekannte Akteure der Zivilgesellschaft zugegangen und hat Träger für ein Gemeinschaftsgartenprojekt als Teil dieses Parks gesucht. Es gibt dort nun eine Doppelträgerschaft von Haushalten und Conglomerat (Träger des Werkstattladens Löbtau) – und Träger der Fläche ist und bleibt die Stadt. Es gibt schon einen Vertrag (in dem u.a. steht, dass die Nutzer keine BTMG-Pflanzen – also Drogen – und keine Gehölze anbauen dürfen), Wasser wurde gelegt, Winterdienst wird übernommen, Bäume betreut, Mutterboden gebracht. Sie dürfen aber nix auf die Fläche stellen: keinen Geräteschuppen, kein Gewächshaus etc (wohl wegen der Haftung). Die beiden Träger (bzw. Leute) verstehen sich als Schnittstelle zur Stadt. Sie wollen das Projekt gerne organisieren und ins Rollen bringen, aber daran dann gar nicht mitmachen. Der Gartenteil ist 300m2 (eventuell waren es auch 600) groß und es sind erste (individuelle und gemeinschaftliche) Beete angelegt. Bei dem Bezirk sind 500 Euro für Material für das Projekt bewilligt (Antragssteller war der nicht gemeinnützige Haushalten). Ggf. bauen sie damit einen Gartengeräteanhänger, den sie dann in der Nähe parken können. Jeden Samstag ist jemand von den Trägervereinen da. 30 Leute sind auf der Mailingliste für den Garten.
Das Gartenprojekt am Werkstattladen müssen sie aufgeben. Der Besitzer hat sich nach 30 Jahren Brache gemeldet und will die Fläche nun veräußern.