integrativer Bürgergarten in Bruchsal entstanden

(Gu, Mail, 21.8.)

„wir haben dieses Jahr mitten in der Stadt Bruchsal einen Bürgergarten gegründet.

Der „Bürgergarten Viktoria- Anlage“ (noch schmucklos der Namen J ) befindet sich in der Viktoria Anlage Bruchsal und ist der erste Schritt zu

„Stadtgrün statt Grau“. Wir wollen noch weitere Gärten gründen und Baumscheiben bepflanzen, an sich das Wissen für urbane Gartenkultur vermitteln.

Die Idee und die ersten Impulse kommen aus der Kooperation der Agenda 21 Gruppe, der Stadt Bruchsal und des Caritasverbands.  Der Garten kommt super an, wächst und gedeiht.  Zur Geschichte:  http://stadtgruenstattgrau.wordpress.com/

Das ist ein offener Gemeinschaftsgarten. Integrativ begann in unserem Fall schon mit der Ortswahl: In der Viktoriaanlage treffen sich viele Menschen, die dem Drogenmilieu nahestehen. Das bitte nicht veröffentlichen: (!) die Anlage heißt hier im Volksmund auch „Pennerpark“ oder „Methadonpark“. Der Park liegt inmitten des Brennpunkt Stadtgebiets. Die kleinen alten günstigen Wohnungen werden von frisch zugezogenen Migranten, meist noch ohne Arbeit, von Langzeitarbeitslosen, von armen Rentnern bewohn. Wir hätten auch die Flächennutzungsfreigabe für einen Park in einem bürgerlicheren Teil der Stadt. Die nutzen wir natürlich noch zu einem späteren Zeitpunkt.  Integrativ heißt, dass ich derzeit noch hauptamtlich im Park während der Gartenzeiten aktiv aufsuchende Sozialarbeit mit gärtnern verbinde. Jeder von uns ist auch offen für Integration. Ferner bemühen wir uns auch die Bewohner des Gemeinschaftsunterkunft (Asylanten) in den Garten zu bringen. Jetzt am 30.08. bspw. kommt eine Gruppe Kinder aus der  GU und bemalt mit uns unsere schicke neue Werkzeughütte. Integration ist ja eher ein Aufeinanderzugehen. Deswegen findet die Integration eigentlich dadurch statt, dass „Bürgerliche“ und „Randgruppen“ hier zusammen am gleichen Projekt arbeiten und nicht nur die einen oder die anderen.  
Die Organisation ist nicht leicht aufzudröseln. Das ist bereits was Gewachsenes. Es gibt in Bruchsal den Agenda 21 Projektgarten Heubühl. http://www.solidaritaetstourismus.de/ Die haben neben einem schönen Garten ein Streuobstwiesenmuseum angelegt, mit alten Sorten Streuobstbäumen. Sie bieten Kräuterspaziergänge und allerlei Projekte an. Einer der  Hauptakteure von dort ist unser Garten- und Landschaftsbauexperte. Die Stadt Bruchsal beteiligt sich mit der Sachbearbeiterin für Bürgerbeteiligung, die auch das städtische Agendabüro leitet. Sie sorgt für Genehmigungen, Presse und ich sage mal, sie räumt uns die kommunalen Steine weg. Ich komme eigentlich eher aus der Armuts- und Exklusionsforschung und der regionalen Netzwerkarbeit gegen Armut und deren Begleiterscheinungen. Hauptberuflich bin ich Sozialarbeiter bei der Caritas und mach die Stadtteilarbeit für dieses Quartier. Ich habe einige urbane Gärten gesehen und sehe da gesellschaftlich einfach Sinn drin. Man könnte uns als Initiatoren sehen. ( wir gärtnern auch aktiv)  Aber seit dem ersten Tag machen Leute gleichberechtigt mit. Wir sind im Kern etwa 20 Gärtner und bestimmt nochmal so viele die uns im Hintergrund unterstützen durch Dienstleistungen ( Sachen anfahren, Kuchen backen, Getränke bringen) Pflanzen, Werkzeug und Geldspenden. Wir machen eine Gartenversammlung an jedem Gartentag und beschließen die nächsten Entwicklungschritte. Jeder baut an, alle ernten.     

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