neuer IG entsteht in Berlin-Marienfelde

(Gu, Projektbesuch, 19.8.)

In einer dicht bebauten Wohnungsanlage (Genossenschaft?) mit etlichen Grünflächen zwischen den Häuserschlangen entsteht der „Garten der Länder“ in Berlin-Marienfelde. Jemand von der Wohnungsbaugesellschaft hat das Gartenprojekt in Schöneberg gesehen (Garten der Kulturen/Pallaspark) und konnte gar nicht glauben, dass es a) gelungen ist aus der öden „Park“-Fläche (die ja aus Beton bestand) so ein Projekt zu machen und b) die Leute einzubeziehen und mit ihnen zusammen einen „funktionierenden“ Garten aufzubauen. So kam Karin Rieckmann, die das Projekt in Schöneberg aufgebaut hat, zu dem Auftrag, auch in Marienfelde einen IG aufzubauen. Auf der Fläche stand vorher ein Ökohaus – niemand weiß bisher so ganz genau, was die gemacht haben. Die Fläche ist umzäunt, Wasser und Strom legt die Wohnungsbaugesellschaft. Es gibt schon eine Gruppe Interessierter, die gerne loslegen möchte. Mit unserer Förderung für den Bau eines Häuschens, in dem der Strom mit untergebracht werden kann (was Bedingung war), kann nun die Planung Schritt für Schritt umgesetzt werden. Zunächst muss der stark verdichtete Boden abgetragen und Mutterboden (30cm) aufgeschüttet werden. Das wird ein Beschäftigungsträger machen. Wasser und Strom werden verlegt, das Häuschen gebaut, Beete angelegt. Sie wollen neben „Themenbeeten“ zu Pflanzen aus unterschiedlichen Ländern – Nutzpflanzen, die dann jeweils Gruppen (bestehend aus AnwohnerInnen) nach ihrem Gusto pflanzen und pflegen können – auch einen Werkstattbereich auf der Fläche haben. Für handwerkliche Tätigkeiten und aber auch als Raum für Kultur.

Es gibt schon einen offenen Gartenchor, den jemand leitet, der den (gescheiterten) Garten der Poesie in Neukölln mit aufgebaut hatte.

Bald haben sie ihr erstes Sommerfest und wollen da noch mehr MitmacherInnen werben.

Es gibt schon eine Vernetzung zu der Jugendtheatergruppe vom Garten der Künste. Das sind hauptsächlich arabisch/palästinensisch-stämmige Jugendliche. In Marienfelde in der Wohnanlage leben neben Deutschen hauptsächlich russisch- und osteuropäisch-stämmige Menschen. Die Jugendlichen haben Möbel aus Kleingärten der MitmacherInnen in Marienfelde transportiert – und die Marienfelder waren ganz überrascht, dass „die“ ja echt höflich und aufgeschlossen sind und sogar gut Deutsch konnten.

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