(Gu, Mail vom 28.4.)
„Die Fläche, die uns zur Verfügung steht ist die gleiche wie im letzten Jahr. Wir konnten leider nicht umziehen, da das ursprünglich angedachte Gelände in diesem Jahr wieder durch Baumaßnahmen nicht zur Verfügung steht. Wir mussten im November 2013 alles abbauen und die Tröge auch entleeren, so dass wir quasi wieder neu anfangen. Die Nutzungsmöglichkeit besteht wieder dieses Jahr bis im November. Bis dahin hoffen wir, dass wir die Initiative auf andere Flächen in Heilbronn ausdehnen können. Wir haben hierzu auch die Buga GmbH angefragt, die auf der Grundlage eines noch zu erstellenden Konzepts bereit wäre, und die Türen zu städtischen oder anderen Grundstücken zu öffnen. Die Fläche beträgt derzeit ca. 160 – 180 qm. Da es sich um viele Pflanztröge handelt, die nicht nur auf der uns belassenen Grundfläche, sondern auch auf dem Weg zu der Fläche stehen können, lässt sich die Fläche nicht genau bestimmen. Auf Dauer können wir sicher nicht auf dem Privatgelände bleiben. Wir wollten auch von Vorneherein eher das Konzept auf temporäre Gärten (auch wenn diese mehrere Jahre bestehen) legen (ähnlich den Prinzessinnengärten in Berlin). Sie sollen Orte der Begegnung werden. Wenn sie sich verstetigen, dann umso schöner. Bis 2019 sollen an vielen Plätzen mehrere Gärten dieser Art entstehen, da wir gerne die Erfahrungen und Erlebnisse in die Bundesgartenschau, die 2019 in Heilbronn stattfindet, einbringen. Wenn alles gut läuft, könnten wir auch auf einer Fläche im Buga-Gelände unsere Arbeit vorstellen bzw. im Vorfeld mit einem Teil dorthin umzuziehen. Nach der Buga 2019 soll ein neuer Stadtteil entstehen. In diesen wollen wir vom Bewusstsein her schon unsere Aktivitäten verankern, damit künftige Grünflächen vielleicht ähnlich dort gestaltet werden können. Die Buga GmbH wollte uns nicht dominieren, da ihr auch die Beteiligung und die Aktivitäten „von unten“ wichtig sind. Eine Unterstützung was die Grundstücke betrifft werden wir aber dennoch benötigen.
Die Planungsgruppe besteht aus im Schnitt immer 10 – 12 Personen. Im Verteiler sind mittlerweile über 30 Personen, die sich zu unterschiedlichen Zeiten eingebracht haben und einbringen. Die Zusammensetzung ist sowohl altermäßig gemischt, als auch von Kulturkreisen. Da wir Verbindungen zu Gruppierungen vor Ort schaffen, sind z.B. auch Organisationen im letzten Jahr dabei gewesen (die auch immer wieder vorbei gekommen sind und mitgegärtnert haben), die sich speziell mit niederschwelligen Angeboten an Migranten richten, die noch wenig Sprachkenntnisse haben (=Treffpunkt Familie vom Haus der Familie).
Im Winter fanden auch mehrere Treffen statt, da wir in Kooperation mit finep Ende Januar einen Fachtag organisiert haben. Thema war „Weiter ZusammenWachsen – bunt und grün gemeinsam“; Ziel war, das Thema Interkulturelle Gärten mehr in die Öffentlichkeit und ins Bewusstein zu rufen. Beinahe 50 Teilnehmer/innen waren da und es gab in den Gesprächsrunden einen tollen Austausch. Es fehlt uns nun an engagierten Kümmerern vor Ort. Diese gewinnen wir auch über eine gute Öffentlichkeitsarbeit.
Unser Problem ist diese Öffentlichkeitsarbeit (nicht die Pressearbeit; diese läuft gut): Wir haben bisher immer über die Presse und über verschiedene Flyer, die wir im Viertel verteilt haben, auf Aktionen aufmerksam gemacht. Im Juli 2013 fand das Südstadtfest mit mehreren Hunderten Leuten auf dem Gelände auch im Interkulturellen Garten statt. Dennoch müssen wir intensiv werben, dass Bewohner aus dem Umfeld mitmachen. Daher wollen wir in diesem Jahr über eine geringfügige Beschäftigte diesen Bezug zum Garten mehr schaffen. Die Finanzierung wird von der Stabsstelle Integration mit übernommen. Über die Stabsstelle Integration kann ich auch viele Migrantenvereine, den Integrationsbeirat und andere Akteure erreichen.“
# IG Heilbronn