Bericht über die Veranstaltung am 14.März im Interkulturellen Garten Kiel

Das Projekt ist neu, Frau Tempelmann ist zuständig als Koordinatorin für den Garten.

Sie hat eine Koordinierungsstelle für zwei Jahre mit 15 Stunden die Woche 

Der Plan für den Gartenbau ist, dass sie mit den Flüchtlingen  das Projekt aufbauen. Viele Flüchtlinge in Kiel kommen zurzeit aus dem Iran, Afghanistan und Syrien.

Die Vorbereitung für die Beratungsveranstaltung in Kiel ist so gelaufen:

Der Wunsch der Frau Tempelmann war, dass ich die Einladung für die Flüchtlinge in ihrer  Muttersprache schreibe.

Ich habe die Einladung in drei Sprachen für die Veranstaltung geschrieben und per Fax an Frau Tempelmann geschickt 

Mein Wunsch war, dass ich vor oder nach der Veranstaltung das Grundstück  kurz besichtige, aber Frau Tempelmann fand es zu früh, weil es noch nicht vorbereitet war.

Sie hat vor einer Woche mit den Teilnehmern (Flüchtlingen) vom Sprachkurs an dem ZBBS e.V. Zentrum den Boden bearbeitet. Sie hat mir die Fotos gezeigt.

Das Grundstück liegt in einem Park in einem Stadtteil mit einer hohen Zahl an Migranten und vielen sozialen Problemen, erklärte sie mir

Meine Rolle an dem Tag war, dass ich meinen Vortrag erst auf Deutsch, dann auf Persisch und Arabisch vor den Flüchtlingen halte.

Ich habe am Anfang eine CD mit Fotos über die Internationalen Gärten in Göttingen gezeigt, ihre Geschichte und die Entwicklung.

Mein Ziel war, dass die Leute erst die Idee verstehen und einen Blick darauf werfen.

Zehn TeilnehmerInnen waren bei der Veranstaltung. Zwei alleinstehende Männer aus Afghanistan, eine Familie aus dem Iran, eine Familie aus Syrien, eine aus Usbekistan und ein paar Deutsche.

In meiner Rede habe ich die Idee der Interkulturellen Gärten als Ort der Begegnung, des Lernens, der Integration in der Gesellschaft, dem Austausch unter den Kulturen dargestellt.

Ich habe die Rolle der Stiftungsgemeinschaft anstiftung und ertomis in den Interkulturellen Gärten bundesweit erklärt, über die Angebote von Workshops und Seminare berichtet.

Es gab viele Fragen, der Afghane hatte großes Interesse an Gartenarbeit, er ist Analphabet, lebt allein und möchte Kontakte zu anderen bekommen, um seine Sprache verbessern, aber er hat keine Ahnung von Gartenarbeit.

Der Syrer hatte schon einen großen Garten zu Hause und kennt sich gut aus  Ich habe die Situation erklärt, dass im Garten jeder jedem hilft und so die Gartenarbeit funktioniert; und die Teilnehmer kommen zusammen und tauschen sich aus.

Die Iranerin hat uns gefragt, „wie lange dürfen wir die Parzelle bewirtschaften?“

Ihr Mann war bei der Gruppe, als sie das Grundstück bearbeitet hat, er wusste nicht, dass sie eine Parzelle bekommen darf.

Ich habe gemerkt, dass die Idee der Interkulturelle Garten den Flüchtlinge noch nicht klar ist.

Geplant war am Dienstag, den 18.März ab 17:00 Uhr das Nawroz-Fest im Garten zu feiern (am 21.März feiern die Iraner, Afghanen und die Kurden das neue Jahr und das Fest heißt Nawroz).Die Tradition ist, dass die Leute am Dienstagsabend vor 21 März ein Feuer machen und darüber springen, um das Böse des Lebens zu vertreiben. 

Die Iranerin hat mich gefragt, ob andere Flüchtlinge im Garten Parzellen bekommen dürfen; das zeigt wie unklar die Informationen bei den Flüchtlingen sind. 

Frau Tempelmann hat keine Erfahrung und war aufgeregt; ich habe ihr nach der Veranstaltung geschrieben, dass sie Geduld und Zeit braucht und die vier Teilnehmer bisherigen bringen zu nächst 14 mit (Mundpropaganda bring mehr als Bürokratie).