(Mail, Gu – 13.3.2014)
Die Kerngruppe des Gemeinschaftsgarten „Wachsen lassen“ aus Marburg schwankt zwischen 10 und 15 Personen, die jede Woche zu den Treffen kommen und besteht noch größtenteils aus Studierenden. Sie sind offen für andere Leute, suchen diese auch aktiv. Sie sind das jüngste Gartenprojekt neben den Interkulturellen Gärten und der Gartenwerkstadt auf dem Vitos Gelände. Es gibt keine individuellen Parzellen, sondern sie bewirtschaften alles gemeinsam, ernten gemeinsam und teilen das dann untereinander auf, „diese Vorgehensweise und die damit verbundene Selbstorganisation sind ein bißchen unser ‚Alleinstellungsmerkmal‘ unter den Marburger Gärten, was offenbar gerade für jüngere Leute sehr attraktiv ist. Das Ganze läuft dann so ab, dass ein Riesenhaufen Gemüse in der Mitte liegt und dann alle sagen (während sie schon ihre Tüten vollstopfen), was sie gerne hätten oder worauf sie auch gern verzichten. Das funktioniert sehr gut und reibungslos, da wir bisher eher zu viel als zu wenig angebaut haben und so kein ‚Futterneid‘ aufkommen konnte. Teepflanzen ernten wir und ein paar Leute trocknen die dann zu Hause, bis wir alles zusammen haben um dann bei einem Treffen eine große Kiste „Haustee“ für den Herbst zu mischen. Sehr beliebt war es, bei den Orgatreffen für unsere Vereinsgründung Maiskolben zu kochen oder im Garten zu zelten und Zucchinis zu grillen. Da wir fast alle keine großen FreundInnen des Einkochens sind, erbarmte sich letzten Sommer eine Mitgärtnerin und es gab eingelegte Gurken und Brombeermarmelade für alle. Unser Pachtvertrag ist unbefristet und wir glauben, der Garten hat gute Chancen auf eine dauerhafte Zukunft, da das Gelände, wie uns von Seiten des städtischen Grünflächenamtes erklärt wurde, nicht bebaubar ist.
Sie verpachten einen Teil ihrer Fläche unter an den sub e.V.. Diese Leute wollen unter Stroh Kartoffeln anbauen.