(Sachbericht)
das „freigarten“-Prinzip, dass unser Team nicht nur aus Gärtnern mit „eigenen“ Mini-Parzellen besteht, sondern auch von weiteren engagierten „Bau“-Personen verstärkt wird, hat sich bestens bewährt. So konnten wir auf vielfältige Fähigkeiten und Ressourcen zurückgreifen und das Projekt gemeinsam voranbringen. Manche Leute, haben mehr Freude zum Bauen und Gestalten, als an Gemüse und Blumen pflegen. Manche sind froh, wenn Sie nur Hecke schneiden oder Rasen mähen können. Einige Gärtnerinnen haben inzwischen einen eigenen Garten und besuchen den freigarten als Ort der Ruhe oder als Spielplatz für die Kinder. Andere haben ihre Parzelle auf Grund von anderen Interessen und Perspektiven abgegeben.
Die Planung und Umsetzung der Gartenhütte erfolgte ohne terminlichen Zwang. Diese selbstgewählte Flexibilität hat die Bauaktion nicht nur stressfreier gemacht, sondern auch für mehr Freude im Team gesorgt. Die offene und entspannte Atmosphäre hat dazu beigetragen, dass sich jeder einbringen konnte, wann immer es passte.
Besonders erfreulich ist, dass aus der Nutzung der Gartenhütte neue Ideen entstanden sind, die bei Projektstart noch nicht absehbar waren. Ein Beispiel ist der Wunsch nach einem Freisitz als kommunikativer Platz zum Ausruhen und für Gespräche. Dieser Freisitz wird nun als individuell angefertigter Bausatz von einem örtlichen Holzbaubetrieb geliefert und von unserem Team aufgebaut.
Die im Vergleich zu anderen Stiftungen inhaltlich und terminlich freie Verwendung der Mittel war für unser rein ehrenamtlich durchgeführtes Projekt ein großer Vorteil. Durch die Möglichkeit, flexibel von den ursprünglichen Planungen abzuweichen und die Ziele anzupassen, konnten wir auf sich verändernde Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmenden reagieren.
Der „freigarten“ entwickelt sich so kontinuierlich, über einen viel längeren Zeitraum als ursprünglich gedacht, zu einem Ort, der vielen Menschen Freude bringt und der, nach anfänglicher Skepsis, nun auch zunehmen in der Kirchengemeinde anerkannt wird.