Karlsruhe: Mitmach Garten Rüppurr baute zwei Brunnen

(Antrag, Antworten)

Was war vorher auf der Fläche, ist diese umzäunt und woher kam bisher das Wasser?
Das Grundstück wurde seit ca. 70 Jahren als Pferdewiese benutzt und lag die letzten 10 Jahre
brach, wurde lediglich einmal im Jahr gemäht/gemulcht, das Schnittgut auf der Fläche
belassen.
Die Fläche grenzt von drei Seiten an umzäunte Gärten, eine Seite, über die die Erschließung
erfolgt, wurde mit einer Benjes-Hecke von uns begrenzt.
Das Wasser wurde uns letztes Jahr (das war das erste unseres Projekts) von benachbarten
Gärtner*innen nach Bedarf in zwei 1000l-Tanks gepumpt, dies war auf ein Jahr befristet.
2. Wie groß ist der Teil mit den Beeten (individuelle und gemeinschaftliche Beete)?
Die Gesamtfläche von 1,4 ha ist in drei Bereiche geteilt, die alle auch Beete besitzen, d.h.
Bewässerungsbedarf haben.
– Wiese mit Benjes-Hecke, Kräuterspirale und frisch gepflanzter Streuobstwiese, 6000qm
– Aktionsfläche, (siehe unten) ca. 3000 qm und
– Gartenbereich mit ca. 35-40 Parzellen in diesem Jahr, für Einzelne, Paare, Familien,
Gruppen, dazu Kompostpost- und mistplatz, Gerätehaus, Gemeinschaftsfläche, ca. 5000 qm
Was für Bildungsangebote und Veranstaltungen sollen auf der Aktionsfläche stattfinden und
wer ist dafür die Zielgruppe? Was für Schaugärten sind geplant?
bisherige Veranstaltungen waren z.B.:
Bestimmung vorhandener Wiesenblumen,
Bodenuntersuchung und Bestimmung,
Feuermachen mit Bogen und Spindel
Veredeln von Obstbäumen
Singen am Feuer
Flachsernte und -verarbeitung
Spinnen und Weben von Wolle und Flachs
Masterstudiengang „Biodiversität“ der PH-Karlsruhe mit Arbeiten und Aktionstagen.
Kleine Ziegenherde zur Landschaftspflege mit vielen Mitmach-Möglichkeiten.
3. Was für Bildungsangebote und Veranstaltungen sollen auf der Aktionsfläche stattfinden und
wer ist dafür die Zielgruppe? Was für Schaugärten sind geplant?
bisherige Veranstaltungen waren z.B.:
Bestimmung vorhandener Wiesenblumen,
Bodenuntersuchung und Bestimmung,
Feuermachen mit Bogen und Spindel
Veredeln von Obstbäumen
Singen am Feuer
Flachsernte und -verarbeitung
Spinnen und Weben von Wolle und Flachs
Masterstudiengang „Biodiversität“ der PH-Karlsruhe mit Arbeiten und Aktionstagen.
Kleine Ziegenherde zur Landschaftspflege mit vielen Mitmach-Möglichkeiten.
Geplant sind neu für dieses Jahr:
Ferienbetreuung für Schulkinder,
Weiterbildung „kreative Seniorenarbeit“ der Ev. Erwachsenenbildung Baden
Zielgruppen sind von Kleinkindern bis Senioren alle Altersgruppen,
inklusive Projekte mit Jugendlichen und Erwachsenen im Bereich Förderpädagogik und
Integration in den Arbeitsmarkt für Bürgergeld-Bezieher*innen
Schaugärten gibt es für Flachsanbau, ein Heilkräuterbereich ist am Entstehen und eine
Wildfruchthecke, darüber hinaus gibt es eine funktionstüchtige Flachsdarre, eine
Feuerschale, ein Zirkuszelt, einen Materialcontainer, eine Matschgrube für Kinder und ein
Kinderhaus, eine Sitzecke im Schatten, zusammen auf ca. 3000qm
4. Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?
Der Jahresbeitrag beträgt für Einzelmitglieder 30 €, für Familien 50 €. Für den Brunnenbau
wurde vom Verpächter eine Rückbaubürgschaft von 2500 € gefordert, dazu haben sich die
Gärtern*innen verpflichtet je Person 50 € zu spenden. Diese Summe ist vollständig auf diese
Weise zuammengekommen.
5. Haben Sie bei der Stadt nach Fördermöglichkeiten für das Brunnenbauprojekt nachgefragt?
Ja, aber da wir nicht auf städtischem Boden gärtnern, sondern auf einem Grundstück des
Landes, fühlt sich die Stadt Karlsruhe dafür nicht zuständig.
6. Wie ist der Garten organisiert, wie laufen die Entscheidungs- und Informationswege? Gibt es
Arbeitsgruppen?
Der Garten ist formal ein e.V. mit anerkannter Gemeinnützigkeit. Wir sind dabei ihn nach den
Ideen der Soziokratie 3.0 zu organisieren und haben dazu in Kürze (04.05.2024) einen
Workshop in der Kulturküche Karlsruhe. Außerdem fühlen wir uns der Gewaltfreien
Kommunikation und kooperativer Planung verpflichtet. Perspektivisch möchten wir auch
DragonDreaming als Methode benutzen.
Es gibt fortlaufende Arbeitsgruppen zum Gärtnern, Streuobstwiese, Ziegen (letztes Jahr),
Kräutersammeln und Kräuterbeete, 14-tägliche Orga-Treffen, Verwaltung,
Öffentlichkeitsarbeit, Willkommensgruppe,
Projektteams z.B. zum Bau einer Trockentoilette, Brunnenbau, Zeltaufbau,
Containerbeschaffung
7. Wie entsteht Gemeinschaft?
Für Neumitglieder Aufnahmeverfahren (Fragebogen) mit Treffen auf der Wiese und
Kennenlernen. Seit neuestem auch mit Pat*innenprogramm.
Gärtner*innen-Gruppe trifft sich jeden 2. Samstagnachmittag im Monat, jede Arbeitsgruppe
organisiert Treffen selbst,
14-tägiges Orga-Treffen, offen für alle Mitglieder aus allen Bereichen.
Mitgliederversammlung einmal im Jahr,
Mitgliederbrief, ca. alle 2 Wochen,
Wiesenbrief für alle Interessierten auch ca. alle 2 Wochen, nach Bedarf,
Internetseite mit internem Bereich, auf dem Material und Texte gepostet werden können.
www.mitmach-garten.de
8. Wie viel Gärtner*innen können bei dem Brunnenbauprojekt mitmachen?
Alle werden eingeladen und können mitmachen, da wir von Hand bohren, gibt es genügend
Arbeit für alle, die da sind. Wir gehen pro Brunnen von je 10-15 Personen aus.

Einbezug von Migrant*innen:
wir haben bis jetzt kein Extra-Programm für Migrant*innen, das Internationale Begegnungszentrum (IBZ), zu dem wir bei der Gründung Kontakt aufgenommen hatten, war zwar interessiert mitzuarbeiten, sah sich aber aufgrund von Personalmangel nicht dazu in der Lage. Allerdings haben wir für den Fall einer Vereinsauflösung in unsere Satzung aufgenommen, dass dann das Vereinsvermögen ans IBZ geht.

Wir fragen bei der Aufnahme von Mitgliedern nicht nach Staatsangehörigkeit und Migrationshintergrund, so dass ich Ihnen dazu nur sagen kann, dass wir zumindest eine Frau mit indischen Wurzeln aus britisch Guayana haben, einen Iren, zwei Französ*innen und sicher auch Menschen mit osteuropäischem Migrationshintergrund.

Ich denke, dass unser Mitmach-Garten in der Zukunft sicher gerade für diese Zielgruppe interessant sein wird