Inhaltliches aus 2023
Die Gemeinschaft der Gartenfreunde und Gärtnerinnen und Gärtner ist im letzten Jahr stetig gewachsen. Vor allem aus den Deutschkursen und von der Freiwilligen Agentur Landshut kamen Menschen mit Migrationshintergrund aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen zum DOM-Garten.
Die Anzucht der verschiedensten Gemüse und Kräutersorten begann schon früh im Jahr und fand sehr großen Anklang. Am beliebtesten waren die unterschiedlichen Tomatensorten. Einige Teilnehmerinnen kümmerten sich zu Hause um den „Pflanzenkindergarten“ andere kamen fast täglich, um die Pflänzchen zu gießen.
Das Auspflanzen fand als große Gemeinschafts- Aktion Mitte Mai statt. Im weiteren Verlauf des Jahres übernahmen einige Frauen die Bewirtschaftung eigener Parzellen und kümmerten sich in Eigenregie darum. In den wöchentlichen Treffen wurden Erfahrungen ausgetauscht, Anleitung für die Weiterarbeit gegeben und gemeinsam geerntet und gegessen. Auch Misserfolge wurden diskutiert.
Ein großes Problem waren Schnecken, die uns keine Kürbis und fast keine Zucchini Pflanzen übrig gelassen haben. Allerlei verschiedenste Methoden zur Vertreibung der ungebetenen Gäste wurden ausprobiert. Am Ende kamen wir leiden nicht am Bio-Schneckenkorn vorbei.
Ein großer Erfolg war der Bau und die Bepflanzung der „Kräuterschnecke“ Diese Aktion hat „nur“ Zeit und Mühe gekostet. Alte Ziegelsteine und Substrate bekamen wir vom Kieswerk gespendet. Die Kräuter wuchsen gut an und konnten mehrfach geerntet werden.
Auch der Bau eines großen Hochbeetes gelang in Eigenregie unseres Hausmeisters mit ein paar Männern aus Senegal und Syrien. Das Holz war um einiges teurer als geplant. Die Zeit zum Bauen war knapp, da sich der Winter und die kalten Tage noch bis Mitte April zogen.
Dennoch haben wir es geschafft und eine tolle optische Aufwertung vor unserem Treff geschaffen.
Die Bewirtschaftungen der interkulturellen Beete traf auf großen Anklang. Es entstand unter anderem ein Beet mit afghanischem Lauch, der oft geerntet werden kann. Der senegalesische Pfeffer könnte vielleicht den Winter im Innenraum überleben, ist aber eher als Zierpflanze in Deutschland kultivierbar. Die russischen Frauen legten ein großes Kartoffelfeld an. Leider waren sie zur Erntezeit nicht mehr in der Gruppe. So gab es ein kleines Kartoffelfest, bei der die ganze Gruppe gemeinsam Gerichte wie Reiberdatschi und Pommes zubereitete.