Potsdam: Wendeschleife ich Nachbarschaftstreff

(Antrag/Antworten)


Das Projekt Wendeschleife(KonradWolfAllee Ecke SlatanDodowStraße)ist eineInitiativeder Sozi-
alenStadt ProPotsdam gGmbHin der Gartenstadt Drewitz, einemOrtsteil von Potsdam, der sichseit
2011auf dem Wegzumersten emissionsfreien Stadtteil Potsdamsbefindet.Unser KlimaundGemein-
schaftsgartenbefindetsicham Ort einer ehemaligen Straßenbahnwendeschleifeund ist durchseine
Einbindungin dasBegegnungszentrumoskar.inder Lage,viele Menschen mit seinerQuartiersarbeit
zuerreichen.

Das Herz der Wendeschleife bildet der Klimaund Gemeinschaftsgarten, der 2017 eröffnet wurdeund
ein offenes Angebot an das StadtquartierDrewitzdarstellt. Neben dem ökologischen, gemeinschaftli-
chen Gärtnern werden hier in grüner Atmosphäre Workshops, Feste und Aktionen durchgeführt.Die
wichtigstenZiele des ProjektssinddieAktivierung der Anwohner*innenund Sensibilisierung für öko-
logische Themen und Nachhaltigkeit, niedrigschwellige Naturerfahrungenund gemeinschaftliches
ökologischesGärtnern.

DiePflege und Bepflanzung derBeetedes GemeinschaftsgartensvonBeetpat*innen, demTeam Wen-
deschleifeund weiteren Interessierten übernommen.DieBeetpat*innenstimmen sich regelmäßig
mit dem Projektteam ab und übernehmenteilweiseauch die Betreuungdes wöchentlichen offenen
Gärtnerns sowie dieGestaltung von Workshops.

  • Wie groß ist denn die Gruppe, die gärtnert?

Es ist schwer eine Zahl zu nennen. Durch die Beetpat*innen und deren Zugehörige gibt es 23 aktive und sehr regelmäßige Gärtner*innen. Beim offenen Gärtnern können an schönen Tagen noch 5-10 dazukommen. 

  • Wer ist das Team Wendeschleife und wie groß ist dieses?

Das Team Wendeschleife besteht aus Norbert Fadtke (Bundesfreiwilligendienst), Christine Klüh (Bundesfreiwilligendienst), 2 Ehrenamtlerinnen und mir (Francie Großhennig, Umweltlotsin des oskar.Begegnungszentrum).

  • Was meinen Sie damit, dass die Mitarbeiter*innen (vom Team Wendeschleife? Von der Sozialen Stadt) Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer*innen hat? Ist der Garten für die Gärtner*innen nicht „mein Gemeinschaftsgarten“? Wird das Gärtnern und werden die Aktivitäten hauptsächlich von den Mitarbeiter*innen geplant und umgesetzt?

Bei der Durchführung von Festen haben wir Hilfe von Ehrenamtlichen die beispielsweise Stände betreuen oder bei der Vorbereitung helfen. Natürlich ist es für die Gärtner*innen „mein Gemeinschaftsgarten“, diese planen und bepflanzen die Beete, wir entwickeln gemeinsam den sprechenden Raum, sie beteiligen sich in ihren zeitlichen Möglichkeiten an den Workshops und den Festen. Aber beispielsweise für die Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit sind vorrangig wir verantwortlich und die Gärtner*innen beteiligen sich in ihren Möglichkeiten. Bei baulichen Aktivitäten machen wir gemeinsame Termine. Bei größeren Bauaktionen versuchen wir auch andere Anwohner*innen aus dem Stadtteil zu aktivieren und einzubeziehen (wie es beispielsweise bei dem Tauschregal geplant ist).

  • Wie groß ist die Fläche, auf der tatsächlich gegärtnert wird (Obst/Gemüse- und Kräuteranbau)?

Ich schätze das dies aktuell ca. 150 qm sind.

  • Wie viele Beete gibt es? Was genau dürfen die Beetpat*innen? Und wie wird man Beetpatin?

Es gibt 15 Hochbeete für Beetpat*innen und 12 Gemeinschaftsbeete. Viele der Beetpat*innen sind schon seit mehreren Jahren aktiv, jedoch werden auch jedes Jahr wieder Beete frei. Normalerweise werden diese dann auf unseren Kanälen ausgerufen und Interessierte können sich persönlich, telefonisch oder per Email melden. Bei sehr vielen Bewerber*innen werden Familien bevorzugt. Da ich erst dieses Jahr angefangen habe und mir noch keinen kompletten Überblick über die freien Kapazitäten verschaffen konnte, wird dies wohl etwas später erfolgen müssen. 

  • Was passiert mit der Ernte?

Die Ernten werden beispielsweise bei gemeinsamen Kochaktionen wie  dem monatlichen Klimakochen verwendet, für Feste wie das Erntedankfest oder auch zum mit nach Hause nehmen. Leider kommt es durch unsere komplette Offenheit der Fläche vor, dass bei Nacht und Nebel ohne zutun der Gärtner*innen geerntet wird.  

  • Wie ist der Gemeinschaftsgarten/das Gärtnern organisiert? Läuft alles gemeinschaftlich? Wie und von wem werden die Entscheidungen getroffen, wie laufen die Informationswege?

Zum Einen gibt es feste Termine für das offene Gärtnern (ab Saisoneröffnung jeden Mittwochnachmittag), diese werden dann in der Öffentlichkeitsarbeit kundgetan. Zum anderen können alle Beetpat*innen jederzeit gärtnern. Die Kommunikation erfolgt sowohl persönlich bei den Treffen, wie auch über die Whatsapp-Gruppe. Dies wird zum regen Austausch und auch für Entscheidungsfindungen genutzt. Entscheidungen, wie zum Beispiel die Gartenregeln werden gemeinsam getroffen. Entscheidungen über beispielsweise die Anpassung des Mietvertrags trifft das oskar.Begegnungszentrum als Mieter der Fläche.

  • Beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten für den Garten? Wie haben Sie die Aktivitäten bisher finanziert?

Die Gärtner*innen beteiligen sich durch ihre Arbeitsleistung ,kleinere Sachspenden und bezahlen die Pflanzen/das Saatgut für ihr Beet. Das Begegnungszentrum oskar. somit auch die Wendeschleife wird durch die Landeshauptstadt Potsdam gefördert. Im Rahmen dieser Förderung sind Kosten für die beantragten Anschaffungen nicht enthalten. Wir strecken immer unsere Fühler nach beispielsweise übriggebliebenem Holz, auch gebrauchbarer Sperrmüll oder Geräten aus und holen dieses dann zu uns.

  • Kommen auch Gärtner*innen außerhalb vom Gartentag am Mittwoch?

Ja, eigentlich ist an schönen Tagen fast immer jemand anzutreffen.

  • Wie ist die Wasserversorgung bisher gewährleistet?

Mittels Standrohr befüllen wir unsere 2 IBC Container.

  • Wer baut wann die Hochbeete, werden diese dann vergeben und wie viele Menschen können beim Bau mitmachen?

Die Hochbeete sollen beim offenen Gärtnern gemeinschaftlich gebaut werden. Dies wird vorher an möglichst viele durch die Öffentlichkeitsarbeit kommuniziert. Wenn es vorher Interessierte gibt, werden diese dazu eingeladen sogleich ihr zukünftiges Hochbeet mit aufzubauen und den Platz mit zu bestimmen. Damit man noch sinnvoll arbeiten kann, sollten pro Hochbeet allerhöchstens 5 Personen beteiligt sein. Wer nicht schraubt und sägt, kann sich ja beispielsweise schon mit der Folie beschäftigen oder anfangen Erde für die Füllung zu beschaffen.

  • Wer pflegt den Minzgarten, wer erntet dort und was passiert mit der Ernte?

Der Minzgarten wird in der Anfangsphase von unserer Bundesfreiwilligen gepflegt und sukzessive in die Hände interessierter Anwohner*innen übergeben welche sich bereits aktiv im Wohngebiet beteiligen. Geerntet wird von Anwohner*innen, Gärtner*innen und geplant ist vor allem auch bei Workshops. Die Ernte soll für heiße und kalte Getränke, backen und kochen für Workshops und Feste verwendet werden.