(Antrag/Antworten)
- CampusAsyl hat eine sehr enge Anbindung an die Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete in Regensburg. Bspw. befindet sich unser Büro direkt im AnkER-Zentrum. Über Plakate und Aushänge direkt in den Einrichtungen wird über alle unsere Angebote informiert, u.a. auch über den Garten. Außerdem erfolgt ein persönlicher Kontakt bspw. bei unserer individuellen Beratung zu Ausbildung und Arbeitsmarktintegration. Seit zwei Jahren gibt es außerdem das Garten-Projekt in der Gemeinschaftsunterkunft Dieselstraße. Dort haben Ehrenamtliche gemeinsam mit den Bewohner*innen vier Hochbeete gebaut, die von den Kindern und Erwachsenen dort betreut werden. Bei den gemeinsamen Treffen laden die Ehrenamtlichen die Teilnehmenden auch in den allgemeinen Gemeinschaftsgarten ein.
Nicht geflüchtete Gärtner*innen werden hauptsächlich über Werbung auf unseren Social Media Kanälen, bei den zwei Mal jährliche stattfindenden CampusAsyl-Infoabenden an der Hochschule oder durch die Nachbarschaft in direkter Nähe zum Garten erreicht. - Die Gartengruppe teilt sich in verschiedene kleinere „Untergruppen“ mit jeweiligen Zuständigkeiten auf (z.B. Kompost, Kräuterschnecke, Wassertanks Befüllen etc.). Darunter gibt es auch eine Untergruppe „Bauvorhaben“. Diese Gruppe besteht aus Ehrenamtlichen, die Erfahrung in der Arbeit mit Holz mitbringen aber auch anderen Interessierten. Wenn ein Bauvorhaben ansteht, kündigt die Baugruppe diesen Workshop in der WhatsApp Gruppe oder im Plenum an und lädt dazu alle (aktuell ca. 60) Gärtner*innen ein. Diese werden dann von den Ehrenamtlichen angeleitet. Erfahrunggemäß kommen zu einem Bauworkshop ca. 10 bis 15 Personen.
- Die Bauvorhaben werden alle direkt im Garten stattfinden.
- Das Werkzeug liegt teilweise bereits im Werkzeugschuppen und gehört der gesamten Gruppe, teilweise wird es von den Ehrenamtlichen privat mitgebracht.
- Für das Jahr 2023 sind die im Antrag gennanten Kostenpunkte alle geplanten Ausgaben. Die Pacht an das Gartenamt für 2023 wurde von uns bereits beglichen und wird aller Voraussicht nach vom 3. Bürgermeister der Stadt Regensburg rückerstattet (Antrag wurde gestellt). Sonst gibt es keine Förderung durch die Stadt. Im vergangenen Jahr wurde der Garten vom Stadtjugendring Regensburg und im Jahr 2021 über das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ gefördert.
Seit März 2019 besteht imsüdlichen Stadtgebiet in Regensburg in unmittelbarer Nähe zur Universität und
Hochschule sowie den Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete ein
interkulturellerGemeinschaftsgarten.DasProjektisteineKooperationzwischenderTransition–
BürgerbewegungRegensburg(https://www.transition–regensburg.de/)unddemVereinCampusAsyl
(https://www.campus–asyl.de/)und wurdevon Ehrenamtlichen und Studierendenins Leben gerufen, die
teilweise noch heute imGarten aktiv sind.Eine Förderung durch die Anstiftung bestand bereitsin 2020.
Der Interkulturelle Garten Regensburg ist und soll weiterhin ein Raum der Begegnung sein,indem
Menschen jeder sozialen Schicht und Herkunft Teilhabe am gemeinschaftlichen Gärtnern haben können.
Im Jahr 2021 wurde der Interkulturelle Garten um eine zusätzliche Fläche erweitert, um noch mehr
Menschen diese Möglichkeit zu geben.Aktuell besteht die Gruppe aus ca. 60 aktiven Personen.
Wie der Name bereits sagt, richtet sich der interkulturelle Garten ganz besonders an Geflüchtete und
Menschen mit Migrationserfahrung. In der Zusammenarbeit mit Anwohner*innen und Interessierten
könnensoneueVerbindungenundeinesozialeGemeinschaftzwischenNaturerfahrungund
Kulturaustausch entstehen.
DerGemeinschaftsgartenbietet Menschen die Möglichkeit, in direktem Austausch gemeinschaftlich in
Interaktionzustehen. MenschenunterschiedlichsterHerkünftesollensichbegegnenkönnenund
miteinander eine Gemeinschaft gestalten, in der sich jede Person angenommen fühlt undsich einbringen
kann. Jedes Jahr zu Saisonbeginn aber auch während der Saison können neue Personen hinzukommen
und Teil einer der vielen „Beetgruppen“ werden, die aus 5 bis 6 Personen bestehen.Dabei betreut und
pflegt jede Beetgruppe ein Beet und es wird gemeinsam an der Gesamtgestaltung des Gartens gearbeitet.
DieallgemeineKoordinierungwird von einem Team ausdrei Ehrenamtlichen übernommen.Es können
stetseigenenIdeen,FähigkeitenundWünscheeingebrachtwerden,diebeidenmonatlichen
Versammlungen(Plenum)diskutiert und demokratisch entschieden werden. Die Teilhabenden können
selbst entscheiden, wie viel Verantwortung sie tragenmöchtenund welche Aspekte ihrerseits Bedeutung
finden sollen.
Bislang wurden auf den zwei Flächen des Gemeinschaftsgartens drei Hochbeete, 22 Bodenbeete auf
gutem Oberboden, eine Wassertankeinhausung, ein Werkzeugschuppen, ein Tomatenunterstand, ein
Kompost, eine Kräuterschnecke und eine Johannisbeerhecke errichtet/gepflanzt. Die Wasserversorgung
wird über zwei IBC Kanister gewährleistet, welche über einen naheliegenden Hydranten, ein Standrohr
und Feuerwehrschläuche befüllt werden können.
Die Beete wurden in den letzten Jahren vor allem mit Gemüse, Kräutern und teilweise Blumen bepflanzt.
Die benutze Komposterde ist torffrei. Eine Anwendung von Kunstdünger oder Pestiziden findet
ausdrücklich nicht statt!
Geplante Vorhaben
Themen fürdas Jahr2023 sind, neben dem Bepflanzen und Pflegen der Beete, hauptsächlich die
Instandhaltung der bestehenden Bauten (Hochbeete, Wassertankeinhausung, Kompost). Zusätzlich soll
die Regenrinne am Tomatenunterstand erneuert und eine weitere Regenrinne am Werkzeugschuppen
angebracht werden, ein zweiter Kompost aufgestellt,eine Sitzgelegenheitund eine Kiste zur Holzlagerung
gebaut werden. Der Werkzeugschuppensoll außerdem mit Schwerlastregalen zur besseren Lagerung von
Werkzeug und mit einem Fenster ausgestattet werden. Diese Aktivitäten werden in den Monaten
zwischen April und Oktober 2023 mit den Teilnehmenden des Gemeinschaftsgartens durchgeführt.