(Bericht)
Erreichung der Zielgruppe
Der Kulturgarten Pinneberg e.V. (KUGA) wurde gemeinsam mit Interessierten aus der nahen
Umgebung in Pinneberg und Leuten aus der Stadt Hamburg bewirtschaftet.
An den öffentlichen Gartentagen nahmen bis zu acht Personen teil.
In Kooperation mit dem Träger Leben mit Behinderung in Hamburg e.V. (LmB) wurde es
einem Menschen mit besonderen Herausforderungen abAugustermöglicht bei uns
wöchentlich zu Gärtnern. Zum Ende des Jahres 2022 haben wir ein Mitglied in unserem
Verein aufgenommen, das auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Dieses möchte sich aktiv beim
Bepflanzen und Bewirtschaften der Hochbeete ab Frühjahr 2023 beteiligen.
Erreichung der Ziele
Im Rahmen des Saatgut Workshops(https://www.kulturgarten–pinneberg.de/blog/saatgut–
workshop/)wurden ökologisch nachhaltiges Gärtnern, sowie der Anbau in Hochbeeten an
acht Teilnehmende vermittelt. Gemeinsam haben die Teilnehmenden unter Anleitung die
Hochbeete strukturiert und angelegt.
Gute Nachbarschaften im Gemüsegarten, wie schädlingsvertreibende Pflanzen wurden
kennengelernt und direkt aktiv gepflanzt. (https://www.kulturgarten–
pinneberg.de/blog/bepflanzung–der–hochbeete/)
Viele der Teilnehmenden warenüber das Konzept des sparsamen Gärtnerns,der
Möglichkeitendes Wassersparens undsomit weniger gießen wie die Meidung chemischer
DüngerundAlternativenbeeindruckt.Ebenso die Möglichkeit des Anbaus von
Mischkulturen.Wir konnten im Rahmen der Gartentage zwei neue Mitglieder aus der
Nachbarschaft generieren,welche sich regelmäßig ehrenamtlich in die Gartenarbeit beim
KUGA mit einbringen.
Projektaktivitäten
In einem internen Workshop wurden im Mai die ersten Hochbeete gesetzt und befüllt. So
konnten wir im Juni mit der Bepflanzung der Hochbeete beginnen. Im Juni fand ein erstes
Treffen mit LmB statt, Absprachen zur Durchführung des Einsatzes der Beschäftigten, sowie
eine Sichtung des Geländes. Der Träger benötigte etwas Zeit und konnte dann einen
Beschäftigten finden, der aufgrund besonderer Herausforderungen nicht in der Tagesstätte
betreut werden konnte. So kam die Kooperation zu Stande, sich jeden Donnerstag von 10:00
bis 13:00 Uhr im Garten zu treffen.Insgesamt kann man sagen, dass durchwegalle
Interessierten und Teilnehmenden am KUGA Projekt mit neuer Energie und Motivation aus
dem Garten gehen. Wir lernen viel Fachliches voneinander, so hatten wir z.B. einen
Landwirten zum Apfelbaum–Schnitt zur Unterstützung und auch untereinander herrscht ein
reger inhaltlicher Austausch über neue mögliche Wissensformate für das nächste
Gartenjahr.
Herausforderungen im Projekt
Durch die Verzögerung der Auszahlung einer anderen Förderung und Schwierigkeiten bei der
Beschaffung von Holz als Baumaterial, gestaltete sich der Ablauf nicht immer reibungslos.
Auch der Bau des barrierefreien Kompost–Klos hat länger gedauert als geplant.
Der KUGA hat zwei Teiche auf dem Gelände, ist im Winter Überlaufgebiet und dadurch
insgesamt sehr feucht. So hatten wir mit der Masse an Schnecken nicht gerechnet, hier
empfiehlt sich vor der Saatgutplanung ein umfangreiches Schneckenkonzept. Dieses steht
für das nächstes Jahr an. Die Bodenpflanzung ist auch herausfordernd, da es viele
Wühlmäuse auf dem Gelände gibt, hier nehmen wir zunächst Abstand von. Dadurch haben
wir viel Saatgut verloren und hatten kaum Ertrag. Das ehrenamtliche Engagement in der
Umsetzung bzw. Betreuung und Planungder Gartentage sollte perspektivisch vergütet
werden, dazu gibt es bereits erste Ideen. Die Umsetzung der öffentlichen Gartentage
erfolgte wöchentlichundabAugustsechsmalim Monat.Die Bewerbung über Online–Medien
ist im Ehrenamt nur bedingt möglich gewesen, da hierfür auch viel Kapazitäten gebraucht
wurden.
Öffentlichkeitsarbeit
Wir hatten Besuch vom Pinneberger Tagesblatt, welches eine A4 Seite über den KUGA
gedruckt hat. Wir haben regelmäßige Anfragen auf Instagram (Imker, Holzbauer,
Interessierte aus der Nachbarschaft), bekamen aus der Nachbarschaft Stauden gespendet
und Apfelkuchen gebacken. Insgesamt besteht auf Grund des geringen Angebotes in
Pinneberg großes Interesse am KUGA Projekt. Bei der Sparkasse haben wir einen
Wettbewerb gewonnen durch öffentliches Voten zu unserem Projekt. So schrieb die
Bürgerstiftung, ein weiterer Förderer, einen Artikel im Online Portal über uns.
Nachhaltigkeit
Wir werden im Jahr 2023 weiter öffentlicheGartentage anbieten. Hier Versuchen wir
Fördergelder zu generieren, um ein dauerhaftes Angebot zu schaffen und auch eine
professionelle Betreuung der Interessierten gewährleisten zu können.