Rosa Rose lebt

(Gu, Projektbesuch, 20.8.)

Die Beete bei Rosa Rose in Berlin-Friedrichshain sind nicht sofort identifizierbar: die Beete sind in der Wiese und die Wiese wuchert. Es sind auch nicht so sehr viele Beete da. Die Beete sind teilweise individuell und teilweise gemeinschaftlich, auch die individuellen. Es gibt immernoch ab und an kleinere Konflikte mit den Nachbarn, doch insgesamt sind sie da inzwischen akzeptiert, auch wenn nur sehr wenig direkte AnwohnerInnen mitmachen. Ab und an kommt was weg, ab und an wird was kaputt gemacht, aber alles im Rahmen. Werkzeug und Wasseranschluss sind nach wie vor in dem Pavillion aus Metall. Sie hatten da bis vor kurzem einen nur mit Werkzeug aufschraubbaren Verschluss – doch bald wussten viele auch ungebetene Gäste, wie man das aufmacht. Nun haben sie ein Zahlenschloss, was noch hängt (mein Gesprächspartner hatte dann aber den Code vergessen und kam nicht an das Wasser ran).

Sie sind eine Kerngruppe von (Zahl leider vergessen) und alle machen ein bisschen was. Sie machen viele Kulturveranstaltungen und beteiligen sich bei Soliaktionen, Straßenfesten etc. Wenn jemand was im Garten machen will oder sich da einfach aufhalten will, muss niemand fragen. Sie sagen dann immer: ist doch ein öffentlicher Raum, klar kannst Du hier ein Konzert machen.

Es sind noch ein paar Leute dabei, die auch in der alten Rosa Rose dabei waren und es gibt noch sehr viele Interviewanfragen für Uniarbeiten. Die „alten Hasen“ ermutigen die anderen, diese Anfragen selber zu beantworten und eben von ihrem Kenntnisstand auszugehen. Etliche Studierende haben nicht gut recherchiert und nicht mal die Infos auf der Website gelesen.

Die Gruppe ist offen, jeder der will, kann mitmachen.

Bei Rosa Rose haben wir den ersten Kompostworkshop mit einem besonderen Schnellverfahren finanziert. Und obwohl sie es in den heißen Tagen nicht geschafft hatten, den Kompost feucht zu halten und obwohl die Abdeckungsplane, die wichtig für die Temperatur ist, auch immer mal wieder mutwillig runtergerissen und zerfetzt wird, war jetzt schon Erde aus dem Biomüll geworden. Der Workshop hat allen Spaß gemacht, sie fanden auch, dass Martina es gut vermittelt hat.

# Rosa Rose Berlin-Friedrichshain

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