(Gu aus alerts, 25.7.)
Neben den Beeten aus kreativer Eigenherstellung befinden sich hier auch Sitzgelegenheiten und ein knallroter Bauwagen. Den haben die Hochschüler übers Internet besorgt und dann mühsam auf das nicht eben leicht zugängliche Gelände gezogen. Habisreutinger hat klare Vorstellungen, was daraus werden soll: »Sobald wir das Mobil von innen auf Vordermann gebracht haben, gibt’s hier Kaffee und Kuchen.«[…] handele es sich um Bewohner des Flüchtlingsheimes, das in einem der Häuser am DGZ-Ring eingerichtet wurde. »Wir hatten uns gefragt, wie wir den Leuten zeigen können, dass sie willkommen sind«, sagt Koppelkamm, bevor er einen auf dem Fahrrad heranbrausenden Jungen mit beherztem Griff gerade noch rechtzeitig davor bewahrt, aufgrund des holprigen Bodens von seinem klapprigen Gefährt zu stürzen. »Die Geflüchteten in das Gartenprojekt einzubeziehen«, ergänzt er nach geglückter Rettungsaktion, »ist ein nahe liegender Gedanke, von dem alle Beteiligten sofort begeistert gewesen sind«. Von den 350 Asylbewerbern aus Afghanistan, Syrien oder Kosovo, die auf engstem Raum beisammen wohnen, beteiligen sich bereits jetzt regelmäßig fast 20 Menschen an dem Garten. Koppelkamm betont jedoch, dass dies nicht nur eine Kooperation von Studenten und Flüchtlingen sei: »Am liebsten wäre es uns, wenn viele Menschen aus der Nachbarschaft sich beteiligen.« Mit Aktionen wie Fußballspielen, Führungen oder Grillabenden wollen sie auch in den bereits begonnenen Semesterferien auf sich aufmerksam machen, damit das »Bermudadreieck« seinen Ruf als Ödland möglichst bald verliert.“
http://www.neues-deutschland.de/artikel/978942.oase-floralen-gluecks.html