(Gu, Mail, 23.9.)
Der Haumanngarten entsteht in Essen/Rüttenscheid auf einem ehemaligen Spielplatz:
„Wir sind rund 15 regelmäßige GärtnerInnen, die überwiegend direkt aus den benachbarten Wohngebieten kommen. Die Struktur ist gemischt, von der jungen Studentin über Akademiker bis hin zur Rentnerin. Große Erträge erwarten wir erst einmal nicht, zumal wir recht viele auf wenig Fläche sind. Kartoffeln, Salat, Kürbis und Kräuter wuchsen aber ganz gut. Den Kohl haben die Schnecken gefressen.
Die Fläche gehört der Stadt Essen und wird vom städtischen Grünflächenbetrieb (in Essen „Grün und Gruga“ genannt) verwaltet. Es handelt sich um einen ehemaligen Spielplatz, was die Bewirtschaftung als Garten nicht ganz leicht macht. Wir haben eine Menge alter Pflasterflächen, viel Sand im Untergrund und Verschattung durch hohe Bäume. Grün und Gruga ist dem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen und hat uns mehrfach mit Bodenanalysen, Mutterboden oder Häckselmaterial unterstützt. Ein Teil des Pflasters wurde von den Gärtnern bereits in Eigenregie entfernt. Weitere befestigte Flächen auf dem Gelände sollen durch die Stadt bis Ende des Jahres entsiegelt und in Gartenfläche zurückgebaut werden. Auch Hochbeete werden in diesem Rahmen entstehen.
Das Thema vertragliche Regelungen war – und ist – kompliziert. Wir sind eine lose Gruppe, die keinerlei Verein oder Institution angehört und fühlen uns höchstens ideologisch der Initiative Transition Town Essen zugehörig. Zu Beginn des Projektes wurde eine Art Absichtserklärung vom Großteil der Gruppe und der Stadt unterschrieben, die aber wohl keine juristische Bedeutung hat. Zwischenzeitlich hat die Stadt die Bildung einer Organisationsform für alle Essener Gemeinschaftsgärten gefordert, ist aber davon inzwischen wieder abgerückt.“
Mehr zum Garten: https://gemeinschaftsgartenessen.wordpress.com/garten/haumanngarten/