(Gu, alerts, 31.10.)
„Der Lauenburgische Kunstverein möchte in einer schönen, aber abseits gelegenen Ecke von Ratzeburg die Aufenthaltsqualität steigern und die Kommunikation fördern. Es soll am Domsee-Ufer zwischen Parkdeck „Am Wall“ und Dom ein nicht-kommerzieller Raum entstehen, der von allen Bürgern genutzt werden kann und in dem sie sich einbringen können. […]
Der erste Spatenstich erfolgte am 29. Oktober 2015 als ein Anfang von der Idee unterschiedlichste Menschen unabhängig von Alter, Glaube, Herkunft und Beruf zusammenzubringen.
[…] Die Idee an dieser Stelle Kunst und Gartengestaltung miteinander zu verbinden, sei im Zuge der letztjährigen Kunstaktion „Brücken ins Paradies“ im Ratzeburger Museumsgarten entstanden. Dies ist also quasi die Brücke zum Paradiesgarten, der nun in unmittelbarer Nähe entstehen soll.
Gemeinsam mit Heinrich Meyer von der städtischen Grünpflege wurden dafür zwei kleine Flächen ausgewählt. Eine „fette“ Fläche für anspruchsvollere Pflanzen und eine sehr magere, auf der mediterrane Küchenkräuter gedeihen können. Das Projekt soll den Rundgang um die Domhalbinsel attraktiver machen, auch durch temporäre Kunstaktionen, die in diesem Gebiet bereits stattgefunden, und so viele Besucher anziehen. Aus diesem Projekt, so der Wunsch der Planer, soll sich sehr viel Schönes, Nützliches und Sinnvolles entwickeln – auch Motivation, Integration und Identifikation. Ein kleines Versuchsfeld von rund 200 Quadratmetern für neue Ideen, Ästhetik, Kultur, Kunst und Nachhaltigkeit.
Der Garten beziehungweise das Mitgestalten der Fläche steht jedem offen, jeder darf sich beteiligen. Zunächst soll es Treffen geben von interessierten Bürgern, die mitmachen wollen. Hieraus soll alles weitere erwachsen. Auch ob und wie stark die Gartengestaltung reglementiert wird, ist bewusst noch komplett offen gelassen worden. Das Ausprobieren verschiedenster Anbautechniken wie auch Kreativität sind seitens der Stadt ausdrücklich erlaubt. „Die Leute sollen ihre Ideen mitbringen“, lädt William Boehart ein.“