(Gu, mail und Tel)
aus einem Stand-der-Dinge Schreiben der Prachttomate:
„Das alles scheint nun äußerst fraglich zu werden. Denn im Auftrag von Bezirk und Senat
erstellt derzeit das Büro des Sanierungsbeauftragten für das Gebiet Karl-Marx-Straße in enger
Zusammenarbeit mit dem bezirklichen Stadtplanungsamt ein Konzept für den Block 152, zu dem
der Garten sowie der benachbarte Hort der Regenbogenschule gehören. Dieses Konzept soll die
Gebietsentwicklung festlegen, angelehnt an die Ziele des Sanierungsgebietes. Alles sei noch offen,
von Bebauung bis hin zu „grünen“ (Mit)Nutzungen, wurden wir unterrichtet. Allerdings, so ein
weiterer Hinweis während des Besuchs einer offiziellen Delegation, sind bereits mehrere
Bauanträge eingegangen.“
Bei der essentiellen Frage, wie dem „Gemeinwohl“ im Block 152, im Sanierungsgebiet wie im
Rollbergkiez am besten Ausdruck verliehen werden kann, wollen wir den Bezirk/Senat nicht allein
lassen. Deshalb wollen wir mit eurer Hilfe das bezirkliche „Sammeln von Daten“ zur
Konzeptentwicklung aktiv und selbstbestimmt begleiten. Wir denken, dass das Konzept massiv
gewinnt, wenn es die bisher erzielte soziale, ökologische, kulturelle und mikroklimatologische In-
Wert-Setzung innerhalb des Blocks 152 würdigt und entsprechend fördert.
Mit allen drei Eigentümern des Gartengrundstücks, den beiden privaten wie dem einen
kommunalen, lässt sich seitens des Bezirks/Senats eine Einigung erzielen, um unserem
Gemeinschaftsgarten vor Ort eine Zukunft zu ermöglichen. Die Sanierungssatzung bietet hierfür
durchaus eine Handhabe, doch nur, wenn wir entsprechende Signale setzen und Druck aufbauen.
Den sog. Lenkungsausschuss, das offizielle Bürgerbeteiligungsgremium des Sanierungsgebietes,
haben wir jüngst besucht. Er scheint mehrheitlich auf unserer Seite zu sein, denkt aber analog zur
Position der bezirklichen Planer*innen nicht an Möglichkeiten einer Standortsicherung, sondern
meint offenbar, dass der Garten nur andernorts eine Zukunft hat.
Dem Lenkungsausschuss wurde kein Stimmrecht zugestanden; er hat nur eine beratende Funktion
im Sanierungsgeschehen inne. Unser Verständnis von Partizipation weist über diese rein formale
Anwendung weit hinaus. Wir denken, dass ein Gemeinwesen dann am besten funktioniert, wenn
die Betroffenen resp. Bewohner*innen selbst auf allen Ebenen aktiv mitgestalten können. Bei der
geplanten öffentlichen Infoveranstaltung zu Block 152 des Bezirkes dürfte es wie so oft nur um
kleine Änderungen gehen; der große Rahmen ist da längst schon gesetzt.
Am 24.11. gibt es eine Strategiesitzung zum weiteren Vorgehen