(Gu aus Antrag)
In Bremen-Tenever entsteht auf einer 8500m² großen Fläche auf einem Teilstück ein IG. Die Fläche hat ein Umweltverein schon 2014 angemietet, da viele Schulen nachgefragt hatten, ob der Verein auch was zum Thema Garten machen könnte. Es gab mehrere Veranstaltungen und es wurde eine Benjes-Hecke gebaut, Beerensträucher gepflanzt, Insektenhotels gezimmert, Es gibt einen Brunnen, der geschlagebn wurde und auch Gartengeräte. Nun haben sie auch stärker die NachbarInnen im Blick und neben dem Bereich für Schulen und Kitas, einem offenen Projektbereich für Freizeitaktivitäten und temporärer Projekte entsteht nun ein IG. Dort können auch Geflüchtete gärtnern. Sie haben über Flyer und erste Bauaktionen (eines Carports als Unterstand und eines halbüberdachten „Marktplatzes“ – da wird ein Bauwagen integriert, in dem die Gartengeräte liegen werden – und Unterkonstruktionen für IBC-Kanister für die Wasserversorgung) MitmacherInnen gewonnen und viele Interessierte auf einer Liste. Sie wollen zunächst an die 10 Hochbeete bauen und dann mal gucken.
Perspektivisch wollen sie auch ein kleines Häuschen, eine kleine Hütte und eine Toilette bauen.
Die Fläche gehört der Baugenossenchaft GEWOBA und ist durch Rückbau entstanden.
. Es gibt über ein Projektteammitglied den Kontakt zu Ab geht die Lucie und ich habe mit den Interkulturellen Gärten Kontakt. Wir haben eine Kooperation mit der Gärtnerei „rhizom“. Die ziehen für uns schon die ersten Pflänzchen an und wir werden mit den Teilnehmern dort einen Workshop machen. Ich bin allerdings erst seit einem Monat wieder zurück aus Indien und wohne auch noch nicht wieder in Bremen. Daher habe ich direkt als ich wieder hier war nur alles geplant und eingekauft, damit es sofort losgehen konnte. Ich werde fleißig netzwerken wenn ich die nächsten Male (kommende Woche) in Bremen bin.
Hinsichtlich Ihrer Fragen:
– Der Gemeinschaftsgarten hat noch keine bestimmte Größe. Insgesamt ist die Fläche ja 8.500qm groß – welche Fläche am Ende davon von der Gartengemeinschaft genutzt wird wird sich zeigen; mindestes jedoch 3.500 – 4.000qm
– Die Teilbereichen gehen insofern ineinander über, dass a) auch Material für die Schulen im Bauwagen bzw. unter dem Carport lagern werden, b) Projektteilnehmer auch eigene Projekte auf der offenen Projektfläche machen können, ganz abgesehen vom grillen etc., c) Schulklassen auch den Marktplatz als Unterstand nutzen können, um nur einige Übergänge zu nennen.
– Für den Aufbau habe ich zum Einen jemanden (auf Honorarbasis), damit ich einen festen Helfer habe. Er ist bei „Baywatch“ in Bremen Hemelingen mit dabei und hatte daher auch entsprechende Erfahrung und vorallem das nötige Werkzeug. Dann haben Freiwillige (ehrenamtlich) mitgeholfen. Das waren Freunde und Vereinsmitglieder. Dann kamen aber auch die ersten Kinder aus der Nachbarschaft dazu – und mit denen dann auch einige Erwachsene. Die Finanzierung lief aus WiN-Mitteln der Stadt, Mitteln der Manfred-Hermsen-Stiftung, der Stiftung „die Schwelle“, sowie aus Mitteln der Bremer Sparkasse.
– Ich werde am 2.Mai wieder in Bremen sein. Ich habe die Telefonnummern der Personen und werde ein erstes gemeinsames Treffen in dieser Woche organisieren. Dann geht es auch um den Vereinsbeitritt und entsprechende Formalien. Die Miteinbeziehung wird unmittelbar dann stattfinden.
– Eine genaue Anzahl der Beete kann ich nicht benennen. Grundsätzlich soll ja jeder Teilnehmer eine 10qm Fläche alleine bewirtschaften. Das ist nicht viel, aber man könnte da 3-4 Hochbeete reinstellen. Wir werden aber gemeinsam mehrere Beete anlegen, Frühbeetkästen, kleines Gewächshaus, vielleicht eine Kräuterspirale… Das sind daber nur Vorschläge, die ich den ersten Teilnehmern unterbreiten möchte – was die davon halten wird sich zeigen.
– Hochbeete bieten sich an weil sie grundsätzlich (durch die Wärmeentwicklung und hohe Nährstoffverfügbarkeit) einen besseren Ertrag (bei den meisten Gemüsearten) geben. Dazu kommt die wesentlich bessere Arbeitshöhe. Davon abgesehen haben wir derzeit extrem viele Kaninchen auf der Fläche. Der entscheidenste Aspekt ist jedoch, dass die Fläche ja auf einer Tiefgarage liegt: Es sind ca. 15cm Sand und nur ca. 5cm. Mutterboden aufgeschüttet. Dennoch soll es natürlich beides geben; wir müssen dafür nur entsprechend Bodenmaterial bereitstellen können.
– Die bisher gebauten Hochbeete sind für Schulen etc. vorgefertigt. Wir werden die Hochbeete für den Gemeinschaftsgarten natürlich mit den Teilnehmern bauen und befüllen – sonst hat das nicht den gleichen Effekt zum Verständnis und zum persönlichen Bezug zum eigenen Beet.
– Der Vereinsmitgliedsbeitrag steht für den gesamten Verein zur Verfügung; inwiefern genau dieses Geld eingesetzt wird kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass wir keine Gehälter zahlen. Daher gehe ich davon aus, dass dieses Geld in die 3 Projekte („Bultensee“, Embser Mühlengraben“ und „QuerBeet“) zurück fließen.
– Bislang gibt es ja nur ein kleine Beet mit Beerensträuchern – da wurde meines Wissens nach mit der Gießkanne gegossen.
– Die Regenrinnen sollen an das Carport und an daen Marktplatz angebracht werden. Gleiches gilt für die Regentonnen.
– Die Erde ist für Hochbeete und ggf. ebenerdige Beete gedacht; aber auch für sonstige Bepflanzungen.
– In Bremen ist die KNO der Lieferant für Kompost. Auch „Ab geht die Lucie“ empfielt die KNO. Andere Bezugsquellen haben wir noch nicht aufgetan. Es wurde bislang nicht kompostiert, nein. Hier geht es schlicht um die am dringestens benötigte Anschaffung. Mitte Mai kommen die ersten Pflanzen – bis dahin sollten die Hochbeete schon 2 Wochen Zeit zum Absacken haben.
– Kompost und Erde kommt von KNO.
– Wir sind gerade dabei ein Plakat zu entwerfen, dass dann in einem Aufsteller, Stil altes Fenster auf zwei Holzbeinen am Bürgersteig stehen wird. Ein richtiges Schild soll im Zuge der Gestaltung des Eingangsbereichs zwischen zwei Bäumen angebracht werden.