Viel Interesse am Gemeinschaftsgarten am Center Francais in Berlin

(Gu, mail)

Aber zusammenfassend kann sagen, dass wir recht begeistert sind, denn das Projekt scheint viele unterschiedliche Menschen zu begeistern. Die Leute haben viele Ideen und Lust, sie umzusetzen. Neben den Nachbarn und Interessierten möchten 2 Kitas und das angrenzende Altenheim mitmachen. Wir haben uns schon mit einigen Gärten in der Stadt sowie Gartenaktivistinnen vernetzt (darunter Kerstin Stellmacher und Frauke Hehl, Himmelbeet, Pyramidengarten, Gartenarbeitsschule Mitte, usw.) und freuen uns sehr über den solidarischen Austausch. Allein das Bezirksamt sieht unser Vorhaben mit etwas Skepsis, zumindest was die Nutzung von öffentlichen Flächen angeht. Glücklicherweise haben wir einen Teil eines Parkplatz als Startfläche zur Verfügung. Wir machen im Juni weiter mit der Konzeption des Gartens. Im August wir der Bau der Beete u.a. durch einen Jugendworkcamp vorangetrieben.

aus dem ersten Protokoll eines Treffens mit Interessierten:
Der Beginn des Projekts soll deswegen (spätestens) Ende August im Rahmen eines deutsch-französisch-mazedonischen Workcamps stattfinden: 24 Jugendliche aus den drei Ländern werden sich 10 Tage zusammen mit Vorbereitungsarbeiten für den Gemeinschaftsgarten beschäftigen (Bau von Hochbeeten und einer Art Geräteschuppens, Beschilderung, Insektenhaus etc.). Das Workcamp soll mit einem Gartenfest beendet werden, zudem alle herzlich eingeladen sind. Ende August soll der Garten spätestens also begonnen werden, wenn die Anwohner/innen und Interessierten motiviert sind, ist jedoch auch ein früherer Start denkbar und wünschenswert.

Erläuterung der aktuellen Situation: ursprünglich war der Plan, den Garten auf den angrenzenden Grünflächen zu realisieren. Leider handelt es sich um öffentliche Flächen, so dass wir hierfür keine Genehmigung bekommen haben. Das CFB möchte das Projekt dennoch beginnen, die hierfür zur Verfügung stehenden Flächen sind der hintere Teil des Parkplatzes des CFB sowie ein kleiner Teil vor dem CFB-Gebäude. Das CFB ist für das Vorhaben bereits mit anderen Gärten und Akteur/innen in Kontakt und gut vernetzt. Auch das benachbarte Seniorenwohnheim sowie einige Kitas möchten sich an dem Projekt beteiligen und sind von der Idee begeistert.

Nach einer Besichtigung des Grundstücks wurden folgende Punkte diskutiert:

·Im Hinblick auf die Genehmigung der Nutzung der Grünflächen könnten wir an eine Unterschriftenaktion denken.

·Gibt es eine Belastung durch den nahen Flughafen und unmittelbar durch die Müllerstraße? Vom Flughafen eher nicht. Die Entfernung von der Straße sollte 50 Meter sein oder die Partikel durch Gebüsche gefiltert werden.

·Wie soll das Projekt langfristig finanziert werden? Wir müssen ein Konzept für die langfristige Finanzierung des Gartenprojekts erarbeiten und uns einen Überblick über Fördermöglichkeiten verschaffen, da das Projekt sonst nicht nachhaltig ist.

·Soll jeder Beteiligte einen finanziellen Beitrag leisten? Zunächst einmal möglichst eher Sachspenden und Engagement. Man kann viel schaffen, wenn man gemeinsam überlegt, wer welche Ressourcen hat und man bereit ist, viel selbst zu machen.

·Die Hochbeete sollen gemeinsam bewirtschaftet werden. Es soll keine private Nutzung geben, mit Ausnahme einiger Beete für Kitas.

·Hochbeete: Woher kann man ausreichend Holz bekommen? Paletten oder lieber „besseres“ Holz (was länger hält)? Paletten sind häufig behandelt aber dafür evtl. günstiger und mit weniger Aufwand verbunden. Es gibt bestimmte Aufsätze mit denen die Paletten sehr schnell in Hochbeete verwandelt werden können (s. Himmelbeet).

·Mögliche Kooperationspartner: z.B. Bauhaus: man kann dort Geräte und Werkzeuge ausleihen. Möglicherweise haben solche Geschäfte auch ein Interesse daran, das Projekt zu sponsern?

·Was soll gepflanzt werden? Wir möchten am Anfang der Gartensaison einen Anbauplan erarbeiten, der die Wünsche und Interessen aller berücksichtigt. Wir dürfen nicht mit einem ertragsorientierten Garten rechnen, da die Fläche öffentlich sowie Tag und Nacht zugänglich ist. Die Frage der Ertragsverteilung muß dennoch ggf. gemeinsam geklärt werden. Wichtig ist dabei den Anbau von Nutzpflanzen mit ökologischer Relevanz (z.B. Gemüse, Obst, Pflanzen für Insekten, Bienen…).

Offene Fragen zu denen wir alle Interessierten einladen möchten, sich bis zum nächsten Termin Gedanken zu machen:

  • Frage nach dem Beginn des Projekts. Schaffen wir es in geringer Menge schon vor dem Workcamp Ende August? Vorschlag: sich mehr Zeit nehmen mit allen Interessierten und gemeinsam überlegen.
  • Was haben wir alles schon? Wer kann Geräte, Werkzeuge, Fahrzeuge etc. dauerhaft oder gelegentlich zur Verfügung stellen ?
  • Wer kennt wen ? Z.B. Partnergeschäfte oder Einrichtungen (Geräte, Pflanzen…). Mögliche Kooperationspartner, mögliche Finanzierungsmöglichkeiten oder Sachspenden.
  • Persönliche Kompetenzen, Stärken, Kontakte…
  • Was wollen wir genau? „Design“ des Gartens: Wo genau, Sitzmöglichkeiten, Hochbeete, Container oder Gartenhaus für die Unterbringung von Geräten; was soll angebaut werden (dieses Jahr fangen wir sehr spät an)?