[von Najeha]
Ich bin am zehnten September um 7:45 Uhr ab Göttingen nach Dresden gefahren, wurde um 12:37 Uhr vom Hbf. Dresden abgeholt.
Ich war im letzten Jahr im Golgi-Park gewesen, habe zwei Flüchtlingsunterkünfte besucht, die Gärten vorgestellt, die Flüchtlinge am nächsten Tag im Garten zum Essen eingeladen.
Die geflüchtete syrische Familie, die in den Büroräumenlebt, spielt eine große Rolle und vermittelt geflüchtete Jugendlichein den Garten.
Neuigkeiten im Garten: Der Garten hat sich erstaunlich geändert, eine große Entwicklung mit riesigem Gewächshaus, Bühne, Strom, 60 Holzkästen für Kinder und Erwachsene statt derdamaligenSäcke und ein vertikaler Garten an der Betonwand.
Der Garten ist ein zentraler Treffpunkt für „Youth Globe Germany- Dresden“ (viele geflüchtete Jungs sinddabei). Sie veranstalteten auf der Bühne ihre Musik und Song (Rap, Hip-Hop) auf Englisch, Deutsch und in ihrer Muttersprache.
Eine neue Information hat Kai mir erzählt (der Mitarbeiter des Spielhauses), dass die Stelle jetzt besetzt von ihm und Frau Ulla Heinrich (je eine Halbstelle mit 20 Stunden die Woche).[Gu: sie war vorher im Magarethengarten in Mönchengladbach]
Seit April 2016 sind 8 Flüchtlinge mit je 20 Stunden die Woche (1Eurojob)im Garten beschäftig.
Sieben jungen Männer und eine mutige Frau aus Marokko.
Die Flüchtlinge bleiben länger und machen die Arbeit mit Lust und Laune, sagte Kai.
Eine Frauengruppe wurde gegründet, die sich jeden Donnerstag trifft unter dem Titel „Frauen im Garten“.
Frau Martina Müller ist zuständig für die Frauengruppe, sie hat mit den Frauen den Vertikalgarten an der Betonwand aufgebaut, sie hat mir die Situation von den Frauen beschrieben, wie sie nie in ihren Leben eine Bohrmaschine in der Hand gehabt oder verwendet, im Garten machen sie das mit Stolz.
Frau Müller sucht für die Winterzeit ein Thema mit den Frauen zu machen, ich habe sie auf unser Ernährungs- und Gesundheitsprojekt aufmerksam gemacht, sie beriet sich und fand das Thema sehr wichtig für die Frauen und hat sich dafür bedankt.
Frau Müller sagte: Ohne die Flüchtlinge könnte der Garten nicht so schön gestaltet werden, sie hat die Flüchtlinge und deren Arbeit sehr gelobt.
Ich bin den ganzen Tag im Garten gewesen, die Jungs angesprochen, die Iraker, Syrer und Libyer, alle könnten gut Deutsch sprechen, obwohl sie noch nicht lange in Deutschland sind (das Alter spielt eine Rolle), nur die Pakistaner waren zurückhaltend.
Alle haben mich begeistert gefragt, seit wann lebe ich in Deutschland, wollten unbedingt wissen: Wo wohne ich in Deutschland und wo liegt Göttingen?
Es gab viel Kommunikation und große Freude für die meisten.
Meine Aufgabe war, erst den Workshop „Seifen verarbeiten“ und den Vortrag über die Gärten im Irak und hier in Deutschland (die Erfahrung in den Interkulturellen Gärten).
Beim Workshop gab es viele jungen Eltern mit ihren Kindern, daneben ein ganz alter Mann und mehrere Frauen.
Wir haben viel Material verbraucht, verschiedene hergestellt, mit Gewürzen wie Zimt und Nelke, verschiedene Blüten und Öle.
Ein Junge SeifenformenIraker hat mir ein schönes Gesicht gebastelt und am Ende habe ich herausgefunden, dass er ein Neffe von einem berühmten Bildhauer im Südirak ist.
Es gab vier Workshops, mein Workshop wurde am meisten besucht, hat lange gedauert, weil immer weitere Teilnehmer dazu kamen.
Ab 18:00 Uhr hielt ich meinen Vortrag über die Hängenden Gärten in Babylon und die heutigeSituation der Landwirtschaft im Irak.
Es gab nicht viel Publikum, aber die Teilnehmer waren so interessiert für das Thema, das hat mich gewundert.
Eine Studentin aus Lytwan, sie ist Architektin, ihr Wunsch ist, die Denkmale im Irak zu besuchen.
Ein Mann träumt davon, Babylon zu besuchen und möchtein dieser Zeit hin und fragte mich, ob er das machen kann. Ich habe ihm angeraten, weil es dort sehr gefährlich ist.
Ein anderer fragte mich: Welche Orte im Irak sind sicher, weil er seine Reise dahin machen will.